18.05.2010

Grund- und Werkrealschüler aus Weil im Schönbuch im litauischen Medininkai

Um 14:33 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Die Delegation aus der Partnerschule in Litauen war im Herbst vergangenen Jahres zu Gast in Weil im Schönbuch. Nun stand der Gegenbesuch an. Die Schulpartnerschaft mit Medininkai besteht seit einigen Jahren – und es werden wohl noch viele Besuche und Gegenbesuche folgen.
Wie ist das eigentlich mit dem Schulunterricht in anderen Ländern? Müssen die dort das Gleiche büffeln oder gibt es ganz andere Fächer und Pressebild 1MedininkaiStoffe? Und wie sieht der Unterricht im Schulalltag überhaupt praktisch aus? Der Schüleraustausch zwischen den Weilemern und ihren Partnern im litauischen Medininkai vom 28. April bis zum 5. Mai stand unter dem Themenschwerpunkt „Unterricht“. Der gemeinsame Unterricht war für die Kinder beider Orte ein große Bereicherung. „Unsere Kinder konnten erleben, wie es ist, wenn  man in einer Klasse ist, ohne die Landessprache zu beherrschen“, meint Lehrer Stephan Walter. „Die Verständigung klappte ganz gut, manchmal mit Händen und Füßen“, sagt Alexander aus der jahrgangsgemischten Klasse 1 (Klassen 5 und 6). Celina stellte fest, dass es in Litauen „mehr Natur“ gibt und dass „die Leute häufig freundlicher sind als bei uns.“ Jannik fand die ganze Reise super, weil er zwei neue Freunde in Litauen finden konnte.
Am ersten Tag stand eine gemeinsame Musikstunde auf dem Programm. Kinder aus der Kasimirschule führten einige ihrer Lieder und Tänze vor und brachten ihren Gästen zwei polnische Lieder bei. Danach ging?s ans Mathebüffeln – mathematische Formeln und Rechnungen sind halt international.
Das Wochenende haben die Weilemer genutzt, um Schönheiten und Sehenswürdigkeiten  der Gastgeber kennen zu lernen: Am Samstag ging?s nach Trakai zur Wiege Litauens. Das örtliche Museum dort bereitete die Geschichte kindgerecht auf. Anschließend konnten sich die Schüler in einem Wasserpark austoben. Am Sonntag waren sie mit ihren Gastfamilien unterwegs.
Am Montag begann der Schultag mit einer Feierstunde zum Jahrestag der polnischen Verfassung. Anschließend stand Litauisch auf dem Stundenplan und danach vergnügten sich die Kinder mit „Mensch ärgere Dich nicht“. Zum Abschluss am Dienstag folgte eine gemeinsame Pressebild 2MedininkaiKunststunde und eine Tanzstunde. Am Nachmittag gab es eine Abschlussrunde bei Tee und Kuchen, dabei wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Der Abschied am Abend war tränenreich – viele hatten Freundschaften geschlossen.
Dann ging’s auf die Heimreise, die problemlos verlief – ganz im Gegensatz zur Hinfahrt: Weil es in Frankfurt/Oder mit der Diesellok große Schwierigkeiten gegeben hatte, verzögerte sich die Weiterfahrt um über drei Stunden, in der Konsequenz wurde der Anschlusszug nach Vilnius verpasst. Nach der Ankunft in Warschau nachts um 2.14 Uhr mussten die  Schüler in einem Notbehelf Nachtquartier beziehen; ein Warteraum wurde dafür hergerichtet. Und als die Weilemer schließlich am Bestimmungsort ankamen, hatten sie einen halben Tag Verspätung.


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