28.12.2010

Junge Literatur: Waschen, schneiden, leben . . .

Um 13:30 Uhr von Langner in Allgemein, Literaturtipps

BuchcoverLouis ist 14 Jahre alt und Sohn eines erfolgreichen Herzchirurgen. Leider erfüllt der Sohn die hohen Erwartungen des karrierebewussten Vaters in keiner Weise. Um seinen Vater zu schockieren, absolviert Louis sein einwöchiges Schulpraktikum nicht bei einem angesagten Radiosender, sondern bei der Friseurin seiner Oma. Doch dieser Friseursalon entpuppt sich als Louis wahre Bestimmung. Die querschnittsgelähmte Chefin Madame Marielou, der lebenslustige und aknegeplagte Friseur Fifi und die beiden attraktiven Kolleginnen Clara und Garance nehmen ihn unter ihre Fittiche und helfen ihm dabei, sich gegenüber seinem tyrannischen Vater zu behaupten und seinen eigenen Weg zu finden. Die französische Autorin Marie-Aude Murail hat für ihr Jugendbuch „Simpel“ bereits 2008 den deutschen Jugendliteraturpreis bekommen. Hier gelingt es ihr mit viel Humor – manchmal beinahe märchenhaft – und doch immer nahe am wirklichen Leben, die wunderbare Geschichte einer gelungenen Emanzipation zu erzählen. Der Friseursalon „Marielou“ ist nicht nur die Utopie eines idealen Praktikumsplatzes. Er ist auch die Bühne für ein Buch, das die meisten jungen und erwachsenen Leser mit großem Vergnügen lesen werden.

Marie-Aude Murail: „Über kurz oder lang: waschen, schneiden, leben“, S. Fischer, 2010, € 12,95


Von Andreas Jani, Kinder- und Jugendbibliothekar der Stadtbibliothek Böblingen


23.12.2010

Rock-Blog by svo! Merry Rocking X-mas!

Um 22:43 Uhr von svo in Rock-Blog

In der Rockfabrik in Ludwigsburg wurde bereits am vierten Advent ordentlich beschert. Beim weihnachtlichen Rock-Festival traten dort reihenweise internationale und nationale Hart-Musik-Größen auf und begeisterten die treuen Ludwigsburger RoFa-Gänger.

Leider gingen mir aufgrund wettertechnischer Unbilden die ersten Acts durch die Lappen. Aber die ersten Töne von EVERGREY,

EVERGREY by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

EVERGREY by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

die harten Jungs aus Schweden, die es trotz Schneesturm nach Deutschland geschafft hatten, konnte ich miterleben und gleich ordentlich abrocken. Hart, dreckig und mit viel Power heizten die gar nicht unterkühlten Herren ein, hatten höllischen Spaß auf der Bühne und bereiteten das Terrain für mein persönliches Highlight:

 

KRYPTERIA by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

KRYPTERIA by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

KRYPTERIA, mit der wundervollen JI-IN am Mikrofon. Die Sängerin, die stets eine Augenweide ist, trat mit ungeheurem Elan auf und brachte die RoFa zum Brodeln. Und selbst wenn das eigentlich nicht mehr möglich erscheint: Die Dame präsentierte sich mit noch besserer Stimme als vor rund einem Jahr, als ich KRYPTERIA zum letzten Mal gesehen und gehört habe … sie trainiert ihre Stimmbänder offensichtlich wie ein Profisportler seine Muskeln, um immer neue Höchstleistungen vollbringen zu können.

KRYPTERIA by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

KRYPTERIA by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

Und auch der Rest der Band, die im letzten Jahr zwangsweise umgebaut werden musste, zeigte sich in Top-Form. Stilistisch scheinen KRYPTERIA – natürlich immer noch metallisch-symphonisch – härter und schneller geworden zu sein … und noch besser als sie eh schon waren.

KRYPTERIA by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

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Da freue ich mich schon sehr auf das neue Album, das von der Bühne herunter für das kommende Frühjahr angekündigt wurde.

Nach den Kölnern kam dann als Main-Act die Düsseldorferin auf die Bühne: DORO!

DORO by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

DORO by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

Ihr zweiter Auftritt in Stuttgart, innerhalb von zwei Wochen – und ich werde nicht müde, mir das blonde Energiebündel anzuschauen. Von den Fans gefeiert, kannte sie in dem im Vergleich zur Schleyer-Halle wahrhaft intimen Rahmen der RoFa kein Ende und spielte ein Endlos-Gig mit drei Zugaben … schlicht grandios!

 

DORO by Don S. (2010 - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de)

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Nächstes Jahr wird weiter gerockt!

Merry Rock-mas!

svo


15.12.2010

Schilderwald rund ums Stadion

Um 12:09 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann

Warum SchilderwaldRund um das Dagersheimer Waldstadion sind unserem Leser Rudolf Sauer gleich mehrere Merkwürdigkeiten aufgefallen. Weil er ein sehr aufmerksamer Mensch ist – und sich als Polizist sehr genau in Sachen genaue Bedeutung und sachgerechter Verwendung von Verkehrsschildern auskennt. Zwischen Stadion und Kreisstraße (siehe Fotos) geben laut einer Zuschrift weitere Straßenschilder Rätsel auf.

Von der Kreisstraße kommend ist zunächst Z. 260 (Verbot für Kraftfahrzeuge) angeordnet – mit dem Zusatzschild: “Frei für landwirtschaftlicher Verkehr”, hat der Böblinger beobachtet. Dann folgt Z. 267 (Verbot der Einfahrt), das aber Fahrradfahrer und landwirtschaftlichen Verkehr wiederum ausnimmt. “Also genau diejenigen Verkehrsteilnehmer, die sowieso auf diesem Weg fahren dürfen”, so Sauer.

Doch das ist nach seinen Beobachtungen erst der Anfang des Schilderwalds, denn aus der Gegenrichtung ist wiederum Z. 267 angeordnet. “Allerdings befindet sich das Verkehrszeichen links, ist also im Widerspruch zur allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung angebracht, denn derzufolge müssen die Schilder am rechten Fahrbahnrand angebracht sein, außer in Einbahnstraßen – dieser Weg ist aber keine Einbahnstraße!” Also ist das Schild, das auf das Verbot der Einfahrt hinweist, vollkommen unnötig – es sei denn, dass damit bezweckt werden sollte, dass Kraftfahrzeuge, die den Weg verbotswidrig benutzen, wenigstens nicht in diese Richtung fahren.

Darüber hinaus in diesem Gebiet rätselhaft: In der Zufahrt zum Waldstadion steht zu Beginn beidseitig das Schild, das den Namen Z. 260 (Verbot für Kraftfahrzeuge) trägt. Dannn folgen auf dem Sträßle, das sowieso nur Fahrräder und Land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge benutzen dürfen, insgesamt zwölf Halteverbotsschilder. “Wäre eine Schranke nicht die billigere Maßnahme gewesen, um zu verhindern, dass dort bei Fußballspielen oder sonstigen Veranstaltungen Kraftfahrzeuge halten?”, rätselt Sauer.

Eine ganze Menge komplexe Schildbürgerstreiche, die der emsige Böblinger da auf einen Haufen präsentiert. Einfache Erklärungen für diesen Auswuchs an seltsam aufgestellten Verkehrszeichen gibt’s von Seiten der Stadtverwaltung.

Zum Feldweg an der Kreisstraße in Richtung Ehningen räumen die dafür Zuständigen Mitarbeiter der Stadt ein, dass es richtig sei, dass die Zeichen 260 (Verbot für Kraftfahrzeuge) für eine Sperrung ausreichen würden. “Das Verkehrszeichen hatte in der Vergangenheit allerdings viele Verkehrsteilnehmer bei Verkehrsstau nicht davon abgehalten, Schleichwege über die gesperrten Feldwege zu benutzen. Die Bezirksverwaltung Dagersheim drängte deshalb auf die zusätzliche Aufstellung der Zeichen 267 (Verbot der Einfahrt), um dem Verbot zusätzlich Nachdruck zu verleihen”, erfahren wir zudem. Und bekommen noch eine Erfolgsmeldung hinterhergeschoben: “Zumindest beim Bürger- und Ordnungsamt ist die Zahl der Beschwerden über die Schleichwegfahrten auf den Dagersheimer Feldwegen seit der Aufstellung der zusätzlichen Verkehrszeichen rückläufig.”

Ähnliche Auskünfte, die ein wenig Licht in den Schilderwald bringen, erhalten wir von Seiten der Stadt über die Zufahrt zum Waldstadion: “Die Zeichen 260 hielten Verkehrsteilnehmer zu gewissen Zeiten nicht davon ab, den Bereich hinter den Verkehrszeichen auf solche Weise zu beparken, dass vor allem Rettungsfahrzeuge nicht mehr in den Innenraum des Waldstadions gelangen konnten.” Mit der Aufstellung der Verkehrszeichen seien die Fälle des ordnungswidrigen Parkens zurückgegangen, die Zufahrt zum Stadion sei in aller Regel frei.

Was wir aus der rätselhaften Beschilderungskiste lernen? Es ist offensichtlich so, als würden unterschiedliche Verkehrszeichen von einigen Bürgern unterschiedlich ernst genommen. Oder: Manchmal ist ein wenig mehr als erforderlich besser, um am Ende zum gewünschten Ziel zu gelangen – auch wenn es dazu unnötige oder sinnverfälschende Zeichen braucht.

Die KREISZEITUNG sucht nach Merkwürdigkeiten die unser alltägliches Leben begleiten. Wenn Ihnen solche auffallen, teilen Sie uns diese unter redbb[*]bb-live.de mit. Wir recherchieren, so die Begebenheit für eine breite Leserschicht interessant sein könnte, gerne, warum manches so ist, wie es ist.


06.12.2010

Rock-Blog by svo! Endlich hat die Weihnachtszeit begonnen …

Um 17:31 Uhr von svo in Rock-Blog

… denn am Samstag brüllte LEMMY mit seiner einzigartigen, rauchig-melodischen Stimme ins Mikrofon: „We are MOTÖRHEAD and we play rock’n roll!“. Der Auftritt der Hardrock-Legende gehört hier in der Region zu Weihnachten wie brennende Christbäume und Autobahnen im Schneechaos. Seit unzähligen Jahren finden sich LEMMY (Gesang & Bass), WIZZO (Gitarre) und MIKKEY (Drums) in Stuttgart oder der Umgebung ein, um mich und viele andere mit harten Tönen auf die besinnliche Zeit einzustimmen – ohne „Ace of Spades“ ist einfach nicht an Krippe, Lametta und Geschenke zu denken.

 

Motörhead / Lemmy by Don S. - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de

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Natürlich gehörte „Ace of Spades“ auch in diesem Jahr wieder zum Repertoire der MOTÖRHEAD-Darbietung in der gut gefüllten Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Ansonsten hatte die Band aber eine völlig überarbeitete Liste mit Songs aus ihrer langen Karriere (seit 1975) zusammengestellt. Das Spiel vor großem Publikum in der Schleyer-Halle, in die sich MOTÖHEAD über die Jahre langsam vorgearbeitet hat, scheint der Band gut zu bekommen. Tatsächlich scheinen die Auftritte nämlich Jahr für Jahr noch mal besser zu werden. Speziell diesmal war die Spielfreude der „alten Herren“ wieder beeindruckend, sie erschienen vitaler denn je und auch LEMMYs Stimme schallte selten kräftiger durch die Boxen als am Samstag.

 

Motörhead / Lemmy by Don S. - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de

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Zur Freude aller Rock-Begeisterten kam diesmal das deutsche Fräuleinwunder des Hardrock, DORO, mit MOTÖRHEAD in die Schleyer-Halle. Sie tourt zum ersten Mal mit den Briten und hat offensichtlich viel Freude daran. Auch sie ist in der Region eine Art Weihnachts-Rock-Phänomen, das gerne dann auftaucht, wenn die ersten Schneeflocken fallen … wenngleich nicht ganz so kontinuierlich MOTÖRHEAD.

 

Doro by Don S. - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de

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Dafür lässt es das blonde Energiebündel auf der Bühne immer so richtig krachen. Bemerkenswert ist bei der Sängerin, die mit ihrer Band WARLOCK bereits in den 80er Jahren den internationalen Durchbruch schaffte und dann auf Solo-Pfade wechselte, ihre absolute Bühnenpräsenz. Sie tritt auf und die Halle kocht, da gibt es keine Aufwärmzeit –DORO gibt immer 300 Prozent und dafür lieben ihre Fans sie. Ein Highlight in der diesjährigen Liedabfolge war, neben „All we Are“, „Breaking The Law“ von JUDAS PRIEST,  in einer typischen DORO Cover-Version.

 

Doro by Don S. - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de

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Für DORO-Fans gibt es demnächst noch eine Chance, die in Leder gewandete Rock-Röhre live zu sehen: Am 19. Dezember, ab 16 Uhr beim „X-mas-Festival“ in der Rockfabrik in Ludwigsburg, zusammen mit anderen großartigen Acts: Krypteria, Evergrey, Blind, Raubtier, Big Ball, One Without

Den Anfang in der Schleyer-Halle machten am Samstag übrigens Männer, die kein Problem mit Schnee und Kälte haben: GRAND MAGUS kommen aus dem hohen Norden, genauer aus Schweden und dort weiß man, wie man sich die Kälte aus den Knochen treibt … mit gutem, harten und melodischem Metal!

 

Grand Magus by Don S. - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de

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Rock on!

svo


03.12.2010

Rock-Blog by svo! Die purpurnen Tiefen des Rock!

Um 16:20 Uhr von svo in Rock-Blog

Mann stelle sich ein paar Männer im Alter um die 60 Jahre vor, die ganz locker in Shirts und Jeans auf eine Bühne kommen und mit augenscheinlich enormem Spaß und unglaublicher Power vor rund 7000 begeisterten Fans ein Hardrock-Feuerwerk zünden, dass manchem Nachwuchs-Metaller vor Neid das Bier aus der Hand fällt … Nicht möglich? Doch, in Form von: DEEP PURPLE!

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Deep Purple by Don S. - mehr Bilder auf www.dons-punkt.de

Diese Woche machten die Rock-Veteranen aus England in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle Halt und zeigten, dass die Qualität von härterer Musik nicht mit dem Alter der Musiker nachlassen muss. Mit scheinbar müheloser Leichtigkeit woben ROGER GLOVER am Bass, STEVE MORSE an der Gitarre, IAN PAICE am Schlagzeug und Keyboard-Magier DON AIREY Klangteppiche von unglaublicher Komplexität und Kraft, wie sie eben nur DEEP PURPLE erschaffen kann.

Deep Pruple by Don S. - mehr auf ww.dons-punkt.de

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Unverwechselbar dabei natürlich die psychedelischen Elemente des Keyboards und der Hammondorgel, die auch in Stuttgart den melodischen Rahmen gaben, für die harten Gitarrenriffs, die durchdringenden Bass-Lines und das treibende Schlagzeug – und natürlich kam jedes Instrument während der rund zweistündigen Show, die quasi keine Pause hatte, auch in mehreren grandiosen Soli zu Ehren.

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Zur Playlist zählte ein Querschnitt aus bekannten und weniger bekannten Songs aus der langen Karriere der Band, die sie mit soviel offensichtlichem Spaß präsentierten, als wären sie zufällig zu einer Jamsession zusammengekommen … logisch, denn beweisen müssen die „alten Herren“ schon längst nichts mehr. Entsprechend konnten sie sich aus dem Fundus ihrer Lieder auch raussuchen, wozu sie Lust hatten – alleine ohne „Smoke on the Water“ hätte man sie wohl nicht von der Bühne gelassen … aber den vielleicht etwas überstrapazierten Evergreen ließ DEEP PURPLE dann auch überwiegend durch die Fans singen und man beschränkte sich darauf, ebenfalls mit viel Freude, die Menge zu dirigieren.

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Wenn man die Band – die es, wenngleich mit einigen Besetzungsänderungen und temporärer Auflösung, bereits seit 1968 gibt – als einer erlebt, der noch in die Windeln machte, als DEEP PURPLE bereits große Erfolge feierte … also so einer wie ich … dann fragt man sich, wie unglaublich viel Energie muss eine Band, die live heute noch so dermaßen viel Power hat, erst bei ihren Auftritten in jüngeren Jahren gehabt haben?! … Und neigt das Haupt sogleich ehrfurchtsvoll.

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Selbst IAN GILLAN, der, abgesehen von kleineren Pausen, immer die Stimme von DEEP PURPLE war, und auch schon 65 Lenze auf den Stimmbändern hat, vollbringt noch immer Großes! Er erklimmt sicher nicht mehr alle Höhen der Metal-Voice, aber sein Gesang ist nach wie vor kraftvoll und unverkennbar!

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Beeindruckt vom Konzert, das ganz sicher ein Highlight im Musik-Jahr 2010 war, kann ich nur allen Hardrock-Fans den Tipp geben, jede Chance zu nutzen, die sich bietet, um DEEP PURPLE live zu sehen und zu hören. Prädikat: Ganz Großartig!

Fast leidtun konnten einem übrigens die Herren von MARILLION, die vor DEEP PURPLE antraten und leider Langeweile auf hohem musikalischem Niveau produzierten. Theatralisch und etwas selbstverliebt gab sich STEVE HOGARTH am Mikrofon zwar alle Mühe den Funken überschlagen zu lassen, aber weder „Kayleigh“, noch die mehrfachen Aufforderungen zum rhythmischen Händeklatschen, erzeugten beim Publikum wirklich Bewegung.

Marillion by Don S. - mehr auf www.dons-punkt.de

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Dabei war das, was die Band tat wirklich gut. Aber der psychedelische Intellektuellen-Pop mit Rock-Einfluss von MARILLION, egal wie schön, ist einfach fehlplatziert, wenn kraftvoller Rock erwartet wird … vielleicht war die Band also als Vorprogramm von DEEP PURPLE nicht ganz optimal platziert.

Rock on!

 svo


01.12.2010

Rock-Blog by svo! Eine Kugel für meinen Schatz!

Um 13:25 Uhr von svo in Rock-Blog

Wieder einmal war es (natürlich) die Arena in Ludwigsburg (an dieser Stelle möchte ich, nicht müde werdend, einmal mehr unserer Sporthalle nachweinen, die früher solche Events beheimatet hätte), in der ein Highlight der Heavy-Metal-Music aufflammte: BULLET FOR MY VALENTINE

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Mit Power beschallte die Band die Bude und begeisterte die gesammelte Schar der (überwiegend) langhaarigen Musikliebhaber, die gerne zu den melodisch-harten Weisen die Matte schüttelten.

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Die ebenfalls ganz klar der großen METALLICA-Familie angehörenden walisischen Metaller sind einer jener Bands, die auf Tonträger schon sehr gut, live aber wahrhaft großartig sind. Nicht nur mit brillantem Sound, sondern auch mit einer grandiosen Lightshow, die auf Schnickschnack verzichtete aber mit einem Sternenhimmel von Spots und einer exakt ausgeklügelten, tongenauen Licht-Choreographie. So unterstrichen die vier harten Jungs ihr musikalisches Feuerwerk, das alle ihrer Top-Songs beinhaltete und einiges ihrer neuen Lieder vom aktuellen Album „Fever“.

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Bereits davor hatten die ebenfalls aus Wales kommenden Alternative-Rocker FUNERAL FOR A FRIEND eingeheizt …

funeral for a friend by Don S - lubu2010_MG_9597c

… vielleicht nicht ganz so top, wie BFMV, doch auch sie ernteten große Resonanz mit Bestnoten bei den Fans.

funeral for a friend by Don S - lubu2010_MG_9651c 

Rock on!

svo