16.09.2010

Schönere Schilder für den Schlossberg

Um 12:00 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann

Warum SchilderSchon gemerkt? Während die üblichen Straßenschilder Böblingens schlicht und zweckorientiert den Weg weisen, dürfen einige auserwählte schmuck-schnörkelig und in Schönheit glänzen: diejenigen, die rund um den Schlossberg beheimatet sind.

Warum es in Böblingen ein Straßenschilder-Zweierlei gibt? Die Antwort darauf bekommen wir von der Stadtverwaltung. “Die Straßenschilder am Schlossberg wurden in einer anderen Form und Schriftart gewählt, da sie den Charakter der Altstadt in ihrem Erscheinungsbild widerspiegeln sollen. Dies betrifft den gesamten Kern der Altstadt wie zum Beispiel auch die Pfarrgasse und die Marktstraße”, erfahren wir und merken süffisant an: Wenn es jetzt noch gelänge, die Altstadt ordentlich mit Leben zu füllen, dann würden noch mehr Menschen erfreut merken, dass im Herzen Böblingens besonders nett anzuschauende Schildlein stehen.

Die KREISZEITUNG sucht nach Merkwürdigkeiten die unser alltägliches Leben begleiten. Wenn Ihnen solche auffallen, teilen Sie uns diese unter redbb[*]bb-live.de mit. Wir recherchieren, so die Begebenheit für eine breite Leserschicht interessant sein könnte, gerne, warum manches so ist, wie es ist.


14.09.2010

Radeln auf dem Radangebotsstreifen

Um 11:58 Uhr von Langner in Warum?

Warum RadelnRadwege in der Stadt? Da hebt die KRZ-Redaktion zustimmend den Daumen. Warum aber der der Radweg im Herdweg auf der “falschen” Straßenseite – stadteinwärts – angelegt wurde? Dort, wo Radfahrer den Berg hinunter so einen Zacken drauf haben, dass sie locker im normalen Straßenverkehr mitschwimmen könnten. Dort, wo sie beim Hinabdüsen so einen Zacken drauf bekommen, dass sie an der Einmündung zur Wilhelm-Ganzhorn-Straße – durch den Radstreifen an den rechten Fahrbahnrand gedrängt – vom einbiegenden Auto übersehen werden könnten? Das lässt uns rätseln.

Dabei fällt die Antwort auf diese Frage laut Auskunft der Stadtverwaltung ganz einfach aus: Im Herdweg existiere nämlich gar kein Radweg, entnehmen wir einer schriftlichen Erklärung, sondern “es handelt sich hier um einen Radangebotsstreifen auf der stadteinwärtigen Fahrspur. “Der Angebotsstreifen ist nicht gegenläufig, insofern auch auf der “richtigen” Seite markiert”. Insgesamt sei die Fahrbahn optisch verschmälert worden, um die Geschwindigkeiten auf dem Herdweg zu reduzieren. Auf einen Angebotsstreifen für Radfahrer auf dem Anstieg hinauf sei hingegen verzichtet worden, da beim Steigen aus dem Radsattel häufig nicht ganz gerade gefahren werden könne – im Gegensatz zum Abfahren – was wiederum zu gefährlichen Situationen führen könnte.

So ausführlich belehrt wissen wir KRZ-Redakteure nun also, dass manches, was uns sinnvoll als erscheint, offenbar nicht sinnvoll ist. Und, dass nicht alles Radweg ist, was wie Radweg aussieht. Also behalten wir im Falle des Radangebotsstreifens im Herdweg ganz einfach vor, den Daumen neutral in die Waagerechte zu senken. dih

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09.09.2010

Aktenzeichen XY: Telefonzellen-Rätsel

Um 11:57 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann und Katharina Weiss

Warum Aktenzeichen XYWarum? So haben wir eine Rubrik genannt, in der wir kleinen Merkwürdigkeiten der Umgebung nachgehen. Warum? – haben wir zum Beispiel Ende April gefragt, stehen am ehemaligen Busbahnhof noch zwei Telefonzellen, dazu gelbe, die eigentlich seit 2000 als Auslaufmodelle gelten? Ein Mitarbeiter der Telekom war so freundlich, uns zu erklären, dass die gelben Überbleibsel an ihrem Standort an der Talstraße noch profitabel wären.

Kaum war der Artikel veröffentlicht, stellte uns die Telekom an gleicher Stelle vor ein neues Rätsel: Die gelben Zellchen sind nicht mehr, wurden – schwuppdiwupp – durch moderne, grau-magentafarbene ausgetauscht, wobei eine der Zellen laut Standortbeschreibung im Rauminneren immer noch im Häfnersweg in Backnang steht.

Vergessen worden sind bei der Aktion neben dem Standortaufkleber zwei weitere Dinge: Erstens fehlten den neuen Kommunikationshilfen zunächst die Telefonapparate, mittlerweile eingebaut und somit wieder nutzungsfähig für das profitable Geschäft. Viel fragwürdiger die zweite Ungereimtheit: Die Tage der Häuschen, Standort Talstraße, sind ob der immer näher rückenden ZOB-Bebauung gezählt. Warum also verpasst die Telekom der Talstraße auf die Schnelle noch einen Hauch von Moderne, die demnächst – bei Baubeginn – der Zukunft weichen muss?

Sonderbar genug für uns, um nachzuhaken. Doch scheinbar ist niemand mehr für die Telefonhäuschen zuständig, keiner hat die Kabinen in der Nacht- und Nebelaktion umgetauscht. Zahlreiche Versuche, brauchbare Auskunft zu erhalten, sind im Wirrwarr diverser Hotlines gestrandet.

Dietmar Weber von der Stadtentwicklung Böblingen kann den Einsatz der Telekom auch nicht verstehen, erklärt ihn sich so: “Wahrscheinlich ist die Telekom nicht darüber informiert, dass mit dem baldigen Baubeginn auch die Zellen weichen müssen.”

Dieses Warum? bleibt folglich ein Fall für das Aktenzeichen XY, ein ungelöstes Rätsel. Vorerst. Denn eine kleine Hoffnung haben wir noch, indem wir diesmal ausnahmsweise den Spieß umdrehen und um einen Anruf von einem zuständigen Telekom-Mitarbeiter bitten. Unter der Telefonnummer (0 70 31) 62 00 36 nehmen wir gerne eine plausible Erklärung des geschilderten Sachverhalts entgegen.

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