31.05.2010

Video zu Tim Schmidt im BMX-Bundesliga Final

Um 12:30 Uhr von Langner in Allgemein

BMX Schmidt-1Für schwache Nerven ist das nichts, was der Böblinger Volker Schmidt und sein Sohn Tim da jede Woche so treiben. Mit dem BMX-Rad geht es durch Steilkurven, in meterweiten Sprüngen über riesige Hügel, und das in einem Affentempo. Die beiden starten in der Disziplin „Race“, und sind nicht nur in Deutschland vorne mit dabei. Einen Eindruck davon vermittelt dieses Video. (mehr…)


31.05.2010

Ein Schwanensee ist längst passé

Um 11:26 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann

Warum SchwanenseeIm Böblinger Siebeneck aufgewachsen, kommen immer wieder Erinnerungen an Höhepunkte der Kindheit auf. Einen Platz ganz vorne in der Rangliste der im Gedächtnis hängen gebliebenen Ereignisse hat das Entenfüttern am Oberen See. Was für ein Spaß für einen Dreikäsehoch, massenhaft Federvieh mit Brotresten in Ekstase zu versetzen! Was für eine Angst, wenn sich Schwäne dazu gesellten und ihrem Recht auf feinste Nahrung mit aufgeplustertem Drohgebärde Nachdruck verschafften.

Dass die wilde Fütterei längst verboten ist, das haben wir mit weinendem Auge einsichtig akzeptiert. Warum aber im Gebiet der beiden Böblinger Seen keine Schwäne mehr leben? Dazu haben wir einfach mal bei der Stadtverwaltung nachgefragt. Die Antwort darauf fiel, gelinde gesagt, ernüchternd aus. “Die Schwäne wandern ab und wieder zu, wie es ihnen gefällt, da haben wir keinen Einfluss”, lautete die Antwort aus dem Böblinger Rathaus.

Mit dieser simplen Auskunft wollten wir uns nicht zufriedengeben – und haben deshalb mal beim Naturschutzbund (NABU) nachgehakt. Doch auch von dort aus gab’s wenig Erbauliches zu hören. Die Auskunft der Stadt sei im Grunde richtig, ließ uns der Fritz Stober von der NABU Ortsgruppe Sindelfingen/Böblingen wissen. Er gab dazu allerdings Auskunft darüber, weshalb Schwäne die Böblinger Seen seit Jahren meiden könnten. “Starke Präsenz von Menschen, eine wenig einladende Betontreppe, viele Hunde, wenig Platz zum Brüten.” Lauter Fakten also, die durch die Gestaltung des Stadtparks zur Landesgartenschau geschaffen wurden. Und die einer neuen Schwanen-Ära wenig Hoffnung geben. Oder? “Das würde ich so nicht sagen”, meint Stober. “Es kann schon sein, dass mal ein Schwan vorbeikommt, dem das alles nichts ausmacht.”

Bis es soweit ist, trösten wir uns eben mit Zeilen von Rainer Maria Rilke, die uns von der Stadtverwaltung mitgeschickt wurden:

“Der Schwan”

Diese Mühsal, durch noch Ungetanes schwer und wie gebunden hinzugehn, gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes. Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn, seinem ängstlichen Sich-Niederlassen -: in die Wasser, die ihn sanft empfangen und die sich, wie glücklich und vergangen, unter ihm zurückziehn, Flut um Flut; während er unendlich still und sicher immer mündiger und königlicher und gelassener zu ziehn geruht.

Die KREISZEITUNG sucht nach Merkwürdigkeiten die unser alltägliches Leben begleiten. Wenn Ihnen solche auffallen, teilen Sie uns diese unter redbb[*]bb-live.de mit. Wir recherchieren, so die Begebenheit für eine breite Leserschicht interessant sein könnte, gerne, warum manches so ist, wie es ist.


29.05.2010

Im Briefkasten

Um 20:07 Uhr von in Allgemein, KRZ-Team beim Stgt-Lauf

Heute gab es Post: Freie Fahrt zum 17. Stuttgarter Zeitung-Lauf

Briefumschlag

Am Samstag in 3 Wochen werd ich dann also mit der S-Bahn zur Schleyer-Halle fahren, um meine Startunterlagen abzuholen.

Ein bischen werd ich dann auch über die Laufmesse schlendern. Irgendwann will ich auch mal diese “Stützstrümpfe” testen – aber sicher nicht jetzt gleich, denn Axel hat uns ja von Experimenten dringend abgeraten.

An dieser Stelle auch mal einen Gruß an alle Leidgeplagten. Es soll ja den einen oder anderen geben, wo es hier und da zwickt. Ich hoffe, daß das alles bis zum Start in 20 Tagen wieder heile ist. Und bei allem sportlichen Ehrgeiz: hört auf die Signale eures Körpers – der innere Schweinehund meldet sich eigentlich nur während des Laufes. Wenn aber das Knie zu Dir spricht und leidet – dann mußt Du vernünftig entscheiden, wie weit Du gehen willst und was Dir Deine Gesundheit wert ist.

Wir laufen doch alle nur zum Spaß und der Gesundheit wegen.

Am 3. Juni übrigend kann wer will noch einmal 2 Stunden lang den wunderschönen Schönbuch genießen. 8 Uhr am Stellenhäusle.

Und eins noch: wer das Minigruppenbild unter “Die KRZ läuft” entdeckt hat und sich ärgert, daß es so klein geraten ist, der soll mal mit der Maus drauf gehen, dann rechts klicken und über “speichern unter” das Foto anspeichern. Wenn man es sich dann ansieht ist es größer, wenn auch nur etwas – oder einfach >hier klicken< Fraglich ist dann noch, wo unser “Sprintfoto” geblieben ist… Die Sportredaktion hat wohl nur noch König Fußball im Kopf.

So, nun übertreibt es nicht in den letzten Tagen. Bleibt gesund, munter und sportlich!

KRZ Team 2010 LT


28.05.2010

Drei Rohre sorgen für Aufregung

Um 11:24 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann

Warum drei RohreDass eine Gruppe fleißiger Helfer beim freiwilligen Dienst einer Markungsputzete immer wieder kopfschüttelnd inne hält und sich darüber wundert, mit welchem Unrat ihre Mitbürger die Natur verschandeln, ist längst Normalität geworden. Ebenso die Einsicht, dass sich die Frage, warum Wald und Flur in schöner Regelmäßigkeit gedankenlos zugemüllt werden, wohl nie beantworten lässt.

Bei der Markungsputzete in Schönaich stieß der Aufräumtrupp hingegen gleich hinter der Firma “Universal Sport” auf drei Rohre, die von irgendwoher kamen, in den Wald ragten – und offensichtlich auch etwas Schmodder in diesen beförderten. Hellwach fragten sie bei der Gemeindeverwaltung nach – und die KRZ-Redaktion schloss sich gleich mal an. “Warum enden die entdeckten Rohre im Schönaicher Wald, wo kommen sie her, welchen Zweck haben sie?”, hakten wir nach. Und: “Beinhaltet das, was sie an in die Natur spülen, eventuell sogar Schadstoffe?”

Die Gemeindeverwaltung recherchierte, begutachtete sofort und gab schließlich erleichtert Entwarnung. “Alle drei Rohre befördern lediglich Regenwasser vom nahe gelegenen Parkplatz in den Wald, dienen als Drainage”, erklärte Bürgermeister Tobias Heizmann.

Regenwasser und das, was Umweltsünder gedankenlos auf den Asphalt werfen oder kippen, versteht sich. So wie überall. Warum sie das tun? Siehe oben. Es ist müßig, nachzufragen, eine klare Antwort gibt es nicht.

Die KREISZEITUNG sucht nach Merkwürdigkeiten die unser alltägliches Leben begleiten. Wenn Ihnen solche auffallen, teilen Sie uns diese unter redbb[*]bb-live.de mit. Wir recherchieren, so die Begebenheit für eine breite Leserschicht interessant sein könnte, gerne, warum manches so ist, wie es ist.


26.05.2010

Fünf-Sinne-Projektwoche an der Berkenschule

Um 18:54 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Projekt Sinne Schmecken

In der Woche vom 17.5.2010 bis 21.5.2010 beschäftigten sich alle Zweitklässler der Berkenschule Holzgerlingen intensiv mit unseren 5 Sinnen: hören, sehen, schmecken und riechen, fühlen und dem Gleichgewicht. Die Schüler wanderten täglich in ein anderes Klassenzimmer, dort waren Versuche und Experimente aufgebaut, verschiedene Bastelangebote und viele weitere Informationen rund um die 5 Sinne vorhanden, die von den Kindern mit großer Begeisterung angenommen wurden.

Beim „Riechen und Schmecken“ durften die Schüler zunächst fünf unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten am Duft „erschnuppern“ d.h. natürlich mit geschlossenen Augen! Spannend war es schon, kleine Stückchen von Apfel, Birne, Kohlrabi, Paprika und Gurke zu erkennen. Dann war das Essen dieser Lebensmittel an der Reihe, nun konnte die Zunge den Geschmack erfassen. Auch die vier Geschmacksrichtungen galt es zu testen. Zum Schluss war die Nase noch einmal gefordert: Was war wohl alles in den 10 Duftdöschen verborgen?

Beim „Sehen“ stellte sich für die Kinder die Frage: Brauche ich vielleicht eine Brille? Es wurde ein Sehtest durchgeführt und Informationen zum Aufbau des Auges vermittelt. Wie sich blinde Menschen im Alltag zurecht finden und die Blindenschrift gehörte auch zum Thema „sehen“. Kimspiele und die Geheimnisse optischer Täuschungen weckten bei den Schülern sehr großes Interesse.

Das Gleichgewicht halten: Dazu war in der Sporthalle ein abwechslungsreicher Parcours aufgebaut. Es war für die Kinder gar nicht so einfach auf einer umgedrehten Langbank zu balancieren, eine Stange zu überqueren oder auf einer Wippe das Gleichgewicht zu halten.

Was verbirgt sich wohl hinter den verschiedenen Alltagsgeräuschen? Beim „Hören“ mussten unsere Schüler ordentlich die Ohren spitzen! Wie klingen die Laute von Hund, Katze, Türklingel oder Waschmaschine? Aufmerksam wurden die Informationen über die Gebärdensprache verfolgt und viel Spaß zeigten alle Schüler beim Hör-Memory, beim Herstellen eines Schnurtelefons und beim Basteln einer Rassel.

Projekt Sinne SchnurtelefonSpannend ging es auch beim „Fühlen“ zu. Dort gab es nicht nur Fühlsäckchen mit verschiedenen Materialien, sondern sogar einen Barfuß-Parcours: Sand, Kieselsteine, Schafwolle und Rindenmulch sollten ertastet werden.

Zum Abschluss bearbeitete jedes Kind Aufgabenblätter, die am Ende der Projektwoche zu einem interessanten Buch über die fünf Sinne gebunden wurden.


26.05.2010

Holzgerlinger Schildbürgerstreich

Um 11:21 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann

Warum Schildbürgerstreich“Genauer betrachtet hot ja elles zwoi Seita. . .” – mit diesem auf Schwäbisch verfasten Satz erreichte uns eine E-Mail unseres Lesers Johannes Rogala, in der er uns einen gelungenen Tipp für unsere Warum?-Serie zukommen ließ. Samt hervorragend getroffenem Foto.

“Seit geraumer Zeit stoht a Schild in dr Tübengerstroaß stadteiwärts uff em Bürgerstoig en Beblenga. Uff dr Rückseite stoht Stadt Holzgerlinga”, setzte er seine Ausführungen fort und begann sich zu wundern. “Ha, was isch denn des? Warom stoht des Schild vo dr Nochbarstadt – an oiner Stelle wo gar koine Omleitung isch? Isch des a städteibergreifende Schilda-Aushilfe gwea? Isch des vergessa worra? Oda hen die des klaut? Wo semma denn jetzt nokomma?”

Seiner Bitte, “klärtet se des bitte amol uff”, sind wir selbstverständlich sofort nachgekommen, haben dabei auch seine “freindliche Grüße an den echt lieben Herr Maus em Rathaus” überbracht.

Und der Herr Maus aus dem Rathaus, der eigentlich Herr Pfeiffer heißt und Pressesprecher der Stadt Böblingen ist, machte sich, wie gehabt, sofort ans Werk und beschaffte uns auch die Lösung dieses kleinen Rätsels.

“Die Stadt Böblingen erlässt verkehrliche Anordnung, wenn zum Beispiel für bauliche Maßnahmen oder auch für Feste Straßensperrungen oder Umleitungen erforderlich sind”, teilte Pfeiffer uns mit. “Darin ist geregelt, wo und welche Verkehrsschilder nach der Straßenverkehrsordnung von der ausführenden Baufirma oder dem Veranstalter aufzustellen sind.” So weit so gut – dadurch ist klar, dass das Umleitungsschild nicht unnütz an der Tübinger Straße steht. Warum es eines der Stadt Holzgerlingen ist? Auch dafür gibt es von Seiten der Verwaltung eine schlüssige Erklärung: “Nicht vorgeschrieben ist, woher diese die Schilder kommen sollen oder wer sie aufstellt. Hauptsache sie stehen korrekt. Oft besitzen Firmen selbst eine gewisse Zahl von Schildern, weil das ihnen auf Dauer billiger kommt als diese auszuleihen. Die fotografierten Schilder wurden von der Baufirma angebracht, die die Baumaßnahme in der Steinbeisstraße (Bau der Fernwärmeleitung) durchführt. Gut möglich, dass diese Firma die Verkehrszeichen von der Stadt Holzgerlingen geliehen oder gekauft hat.” Wenn darauf Holzgerlingen zu lesen ist, sehe die Böblinger Stadtverwaltung das als ein gutes Zeichen der interkommunalen Zusammenarbeit. Für die Stadt und sicher auch für die Verkehrsteilnehmer sei es wegweisend, was vorne abgebildet ist und nicht was hinten drauf steht.

Fazit: Ein Böblinger Schildbürgerstreich zu Lasten Holzgerlingens liegt hier nicht vor. Die Verkehrszeichen wurden nicht vom Zweckverband Technische Betriebsdienste Böblingen/Sindelfingen aufgestellt – und geklaut wurden sie gleich dreimal nicht.

Die KREISZEITUNG sucht nach Merkwürdigkeiten, die unser alltägliches Leben begleiten. Wenn Ihnen solche auffallen, teilen Sie uns diese unter redbb[*]bb-live.de mit. Wir recherchieren, so die Begebenheit für eine breite Leserschicht interessant sein könnte, gerne, warum manches so ist, wie es ist.


19.05.2010

Radwegenetz mit seltsamen Lücken

Um 11:17 Uhr von Langner in Warum?

Von Dirk Hamann

Warum RadwegRadfahrer haben es nicht leicht. Zumindest nicht, wenn sie sich in hiesigen Breitengraden in städtischen Gebieten fortbewegen. Radwege gibt es hie und da, mal sind sie fein markiert und gesichert, mal sind sie kaum zu erkennen. Und manchmal verlaufen sie für den Laien kaum nachvollziehbar.

Ein solches Exemplar befindet sich in Böblingen in der Tübinger Straße. Stadteinwärts endet er an der Wilhelm-Maybach-Straße, wird dann nach den Bahngleisen wieder fortgesetzt, ehe ihm, vielleicht 50 Meter später, an der Rudolf-Diesel-Straße der endgültige Schlusspunkt gesetzt wird. Warum der Radweg in der Tübinger Straße einen solch merkwürdigen Verlauf nimmt? Die Stadtverwaltung hat uns detailliert aufgeklärt.

“Das Ende des Radweges stadteinwärts vor der Rudolf-Diesel-Straße hängt mit der fehlenden Breite der Fahrbahn, beziehungsweise des Gehweges zusammen und mit den Flächen, die der Stadt für den Wegebau zur Verfügung stehen oder eben nicht”, lässt uns das Rathaus wissen. Und weist auf die Gegebenheiten vor Ort hin. Von den Bahngleisen bis zur Rudolf-Diesel-Straße sei eine Fahrbahnbreite gegeben, die stadteinwärts und stadtauswärts Fahrspuren mit einer Mindestbreite von jeweils 3,25 Meter erlaube und zusätzlich noch einen sogenannten Angebotsstreifen für Radfahrer mit einer Breite von 1,60 Metern möglich mache. Und weiter: “Nach Einmündung der Rudolf-Diesel-Straße in die Tübinger Straße stadteinwärts sind dort drei Fahrspuren – nämlich jeweils noch eine Linksabbiegespur in die Rudolf-Diesel-Straße, beziehungsweise in die Berliner Straße. Die Tübinger Straße hat in diesem Bereich eine Breite von etwa 9,50 bis 10,00 Metern. Es ist also nicht möglich, hier noch einen Angebotsstreifen mit einer Breite von 1,60 Metern anzubieten.” Den vorhandenen Gehweg für Radfahrer freizugeben sei dazu nicht zulässig, denn ein kombinierter Rad- und Gehweg müsse eine Breite von mindestens 2,50 Metern aufweisen, der Gehweg sei aber teilweise nur zirka 1,50 Meter breit.

Wir lesen, staunen und folgern: Radfahrer haben es nicht leicht. Zumindest dann nicht, wenn sie sich in hiesigen Breitengraden in städtischen Gebieten fortbewegen.

Die KREISZEITUNG sucht nach Merkwürdigkeiten, die unser alltägliches Leben begleiten. Wenn Ihnen solche auffallen, teilen Sie uns diese unter redbb[*]bb-live.de mit. Wir recherchieren, so die Begebenheit für eine breite Leserschicht interessant sein könnte, gerne, warum manches so ist, wie es ist.


18.05.2010

Grund- und Werkrealschüler aus Weil im Schönbuch im litauischen Medininkai

Um 14:33 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Die Delegation aus der Partnerschule in Litauen war im Herbst vergangenen Jahres zu Gast in Weil im Schönbuch. Nun stand der Gegenbesuch an. Die Schulpartnerschaft mit Medininkai besteht seit einigen Jahren – und es werden wohl noch viele Besuche und Gegenbesuche folgen.
Wie ist das eigentlich mit dem Schulunterricht in anderen Ländern? Müssen die dort das Gleiche büffeln oder gibt es ganz andere Fächer und Pressebild 1MedininkaiStoffe? Und wie sieht der Unterricht im Schulalltag überhaupt praktisch aus? Der Schüleraustausch zwischen den Weilemern und ihren Partnern im litauischen Medininkai vom 28. April bis zum 5. Mai stand unter dem Themenschwerpunkt „Unterricht“. Der gemeinsame Unterricht war für die Kinder beider Orte ein große Bereicherung. „Unsere Kinder konnten erleben, wie es ist, wenn  man in einer Klasse ist, ohne die Landessprache zu beherrschen“, meint Lehrer Stephan Walter. „Die Verständigung klappte ganz gut, manchmal mit Händen und Füßen“, sagt Alexander aus der jahrgangsgemischten Klasse 1 (Klassen 5 und 6). Celina stellte fest, dass es in Litauen „mehr Natur“ gibt und dass „die Leute häufig freundlicher sind als bei uns.“ Jannik fand die ganze Reise super, weil er zwei neue Freunde in Litauen finden konnte.
Am ersten Tag stand eine gemeinsame Musikstunde auf dem Programm. Kinder aus der Kasimirschule führten einige ihrer Lieder und Tänze vor und brachten ihren Gästen zwei polnische Lieder bei. Danach ging?s ans Mathebüffeln – mathematische Formeln und Rechnungen sind halt international.
Das Wochenende haben die Weilemer genutzt, um Schönheiten und Sehenswürdigkeiten  der Gastgeber kennen zu lernen: Am Samstag ging?s nach Trakai zur Wiege Litauens. Das örtliche Museum dort bereitete die Geschichte kindgerecht auf. Anschließend konnten sich die Schüler in einem Wasserpark austoben. Am Sonntag waren sie mit ihren Gastfamilien unterwegs.
Am Montag begann der Schultag mit einer Feierstunde zum Jahrestag der polnischen Verfassung. Anschließend stand Litauisch auf dem Stundenplan und danach vergnügten sich die Kinder mit „Mensch ärgere Dich nicht“. Zum Abschluss am Dienstag folgte eine gemeinsame Pressebild 2MedininkaiKunststunde und eine Tanzstunde. Am Nachmittag gab es eine Abschlussrunde bei Tee und Kuchen, dabei wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Der Abschied am Abend war tränenreich – viele hatten Freundschaften geschlossen.
Dann ging’s auf die Heimreise, die problemlos verlief – ganz im Gegensatz zur Hinfahrt: Weil es in Frankfurt/Oder mit der Diesellok große Schwierigkeiten gegeben hatte, verzögerte sich die Weiterfahrt um über drei Stunden, in der Konsequenz wurde der Anschlusszug nach Vilnius verpasst. Nach der Ankunft in Warschau nachts um 2.14 Uhr mussten die  Schüler in einem Notbehelf Nachtquartier beziehen; ein Warteraum wurde dafür hergerichtet. Und als die Weilemer schließlich am Bestimmungsort ankamen, hatten sie einen halben Tag Verspätung.


18.05.2010

Neuntklässler des Goldberg-Gymnasiums in Malaga

Um 14:03 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

In der Partnerschule mit der Schulleiterin Marilo

Schüler der Klasse 9 des Goldberg-Gymnasiums haben das 4. und letzte internationale Treffen in Malaga beendet. Hier der Bericht dazu:

Es sah schlecht aus: Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckte Asche in die Luft. Unsere Reise war schon fast ins Wasser gefallen. Doch dann, am 25.4. reisten dann doch sechs Schüler des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen und zehn Schüler des Schickhardt-Gymnasiums Stuttgart unter der Aufsicht von Renate Holzmann, Regine Hauff (beide GGS) und Martin Rausch (Schickhardt) ins sonnige Spanien, genauer gesagt nach Málaga. Nach einer ruhigen Nacht im Malaca Instituto ging es am nächsten Tag mit der Rektorin der Schule IES Diego Gaitán an einen Stausee. Und nach Vor der Aula de Naturaleza in den Bergen Malagasdem Vulkanausbruch setzte uns die Natur einen weiteren Stein in den Weg. Oder eigentlich: mehrere Steine. Ein Erdrutsch versperrte die Strasse. Doch da der Mensch sich nicht so einfach unterkriegen lässt, fanden wir eine andere Uferstelle. Dort konnten wir bei glühender Hitze und 30 ºC verschiedene Tier- und Pflanzenarten wie den Olivenbaum oder Insekten beobachten. Zwar waren wir alle danach durchgeschwitzt und gingen sofort an den Strand, jedoch hatten wir neue Erkenntnisse über die Flora und Fauna von Spanien gesammelt. Am nächsten Tag war eine Whale Watching Tour von Tarifa aus geplant. Doch die Natur hinderte uns auch hier. Ein Sturm machte die Ausfahrt mit dem Schiff unmöglich. Also wurde fleissig umgeplant. Wir fuhren in der Bucht von Algeciras und machten einen Abstecher nach Gibraltar, wo uns die Natur mit einem Stromausfall zusetzte. Dafür war die Bootsfahrt mit der Firma Turmares umso schöner. Normalerweise findet man in der Straße von Gibraltar sechs Wal- und Delfinarten, wovon drei ansässig sind. Wir sahen Gruppen von Streifendelfinen, die ganz nah ans Motorboot schwammen. Die kleinen Meeressäuger liessen sich gut fotographieren. Der dritte Tag begann mit einem kulurellen Ausflug ins Museo Picasso Málaga. Dort sind beeindruckende Bilder des aus Málaga stammenden Malers Pablo Picasso ausgestellt. Unsere Favoriten unter den Gemälden, Skizzen und Erdrutsch hindert unsere WeiterfahrtZeichnungen war das Bild “Three Doves” aus dem Jahr 1960 und die Tuschezeichnungen vom Stierkampf. Die Zeichnungen von nackten Frauen fanden wir nicht so toll. Danach fuhren wir in die Berge nahe Málaga, wo sich die ‘Aula de la Naturaleza las contadoras’ befindet. Was sich nach einem Schulgebäude anhört, ist in Wirklichkeit eine Herberge in einem Naturschutzgebiet. In dieser Gegend erforschten wir die Naturwelt und beobachteten viele Insekten, Spinnen und Amphibien. Beispiele sind Wildbienen, eine grosse Tarantel sowie den Spanischen Sandläufer, eine Eidechse. In der Nacht unternahmen wir eine Erkundung des Waldes. Wir lernten Eulen und Wildschweine kennen und mussten ohne Lichtquelle den Weg finden. Unser Leiter ahmte gekonnt den Eulenruf nach und versuchte, die Vögel anzulocken. Bei der Fütterung der Wildschweine um Mitternacht konnten wir ihr Verhalten beobachten. Am nächsten Morgen wurden die am Vortag gestellten Raubinsektfallen untersucht und die Ergebnisse ausgewertet. Die Fallen waren Becher, die in die Erde gebuddelt wurden. Die Insekten fielen bei ihren nächtlichen Raubzügen in die Becher. Danach liefen die Vorbereitungen für den Rückflug. Wir reisten noch am Abend ab und kamen heil und sonnengebräunt alle an.

Carolin Dosch, Kathrin Gonsior und Philipp Borkowitsch (10b GGS)


16.05.2010

Der lange Lauf

Um 17:54 Uhr von in Allgemein, KRZ-Team beim Stgt-Lauf

Nun haben wir auch diese Hürde auf dem Weg zum Stuttgarter Halbmarathon genommen (eine einzige verbleibt noch – die PastaParty)

Also, man muß den Axel doch jetzt mal ob des Wetters loben! Schon beim Werkstadtlauf nahmen die Regenwolken reißaus. Und so war es auch heute. Freudigst begrüßten wir die wärmenden Sonnenstrahlen.

Die gewohnte Gruppeneinteilung war schnell geschehen und schon setzten sich die 4 Gruppen in Bewegung. Ganz mutig gesellte ich mich zu Axels Gruppe. Logisch! Das sind die Schnellen. Und wir waren flott unterwegs bis auf eine Stelle… Vom Hauptweg ging, kaum erkennbar, ein gerader Stich nach rechts oben Richtung Himmel weg. Also gut, dachte ich, nur keine Schwäche zeigen – man ist ja Mann ;-) In kurzen, kleinen Tippelschritten ging es bergan. Der Puls schoß in die Höhe. Durchhalten!
Der Lauf hörte schließlich nicht da oben auf, also nur nicht verausgaben! Zum Glück wird der HM nicht solche Überraschungen für uns bereithalten.
Knappe 2 Stunden haben wir im Schönbuch für die Halbmarathondistanz benötigt. Eine Punktlandung!
Kurz nach uns kamen dann auch die anderen Laufgruppen an. Gemütliches fachsimpeln bei Malzbier, Tee, Salzstangen und getrockneten Früchten – das war nun unser langer Lauf.

Für einige von uns war das heute der erste lange Lauf über 120 min. Respekt dafür! Nun aber nicht übermütig werden, hört auf die Signale eures Körpers. Und wenn ihr die Sprache nicht recht deuten könnt, dann wendet Euch vertrauensvoll an die alten Hasen. Achtet besonders auf den Flüssigkeitshaushalt. Wir wissen nicht, welches Wetter uns Axel für den 20. Juni bereitstellen wird – aber egal ob 15 oder 25 Grad – rechtzeitig trinken.

Ist der Durst schon da – das Ziel noch weit – sei Dir sicher, bald biste breit.


Vor »