Der Stuttgarter Zeitung Lauf steht auf der Kippe. Erste Anzeichen dafür gab es bereits Anfang des Jahres. Immer wieder wurde der Termin zur Onlineanmeldung verschoben, da wichtige Sponsoren noch mit ihrer Zusage warten ließen.

Der deutliche Teilnehmerrückgang, die neue Streckenführung und der unspektakuläre Zieleinlauf sind wohl eine der Gründe. Gab es noch 2008 ca. 23.000 Teilnehmer, die den Zieleinlauf durch das traditionsreiche Marathontor ins damalige Gottlieb-Daimler-Stadion erlebten, waren es das Jahr darauf nur noch knapp 18.000 und das bei perfekten Laufbedingungen. Für 2010 liegen derzeit erst magere 234 Anmeldungen vor. Sehr bedauert wird auch allenthalben, daß selbst die Abonnenten der Zeitung keinen Nachlaß mehr bekommen und voll zur Kasse gebeten werden. Ganz zu schweigen vom baumwollnen Veranstaltungs-T-Shirt, was nicht im Startgeld inkludiert ist.
Bei all diesen düsteren Anzeichen um den Halbmarathon in der Spätzlehauptstadt erwägt nun die Stuttgarter Zeitung ihren Rückzug sowohl als Namensgeber wie auch als Hauptsponsor. Die Gründe mögen bereits genannt, doch aus gut unterrichteter Quelle (O.K.) darf hinter vorgehaltener Hand kundgetan werden, was der wahre Grund zu seien scheint.
Genaue Nachmessungen beim neuen Streckenverlauf haben ergeben, daß der weitaus längere Laufweg der 21,1 km sich nicht mehr auf der Stuttgarter sondern auf der Bad Cannstatter Gemarkung befindet.

Kurz nach dem Bekanntwerden hagelte es körbeweise Leserbriefe aus Bad Cannstatt. Selbst der Gemeinderat erwägt die Anrufung des zuständigen Oberlandesgerichts zur Umbenennung des Laufes. Dem allem zuvorkommen will wohl die Stuttgarter Zeitung mit dem Blitzrückzug.
Die Sportbürgermeisterin der Landeshauptstadt zeigte sich entsetzt und reagierte umgehend. Ein neuer Namensgeber und Hauptsponsor soll in den heutigen Abendstunden auf einer Pressekonferenz in Maichingen im Stahl Sport Shop bekanntgegeben werden.
Es ist außerdem auch mit einer völlig neuen Strecke zu rechnen, sollten sich die Gerüchte um eine Maultaschenfabrik verdichten. Notfalls lasse die Sportbürgermeisterin die A81 einseitig sperren. Statt dem Marathontor wäre dann der Zieleinlauf die linke Röhre des Engelbergtunnels landauswärts. Augenzwinkern verlautete abschließend, daß dann wenigstens alle im Trockenen stehen, wenn sie ins Ziel kommen.

Verhandlungen mit TRW und Feuerwehr zur Bereitstellung mobiler Duschen sowie sanitärer Einrichtungen laufen bereits. Sternekoch Franz Feckl und sein Küchenteam organisieren bereits die komplette Überdachung des Parkplatzes neben der Tunneleinfahrt und richten sich auf das Catering ein. Uns Läufern und Läuferinnen des KRZ-Team 2010 soll das nur Recht sein. Von der Qualität des Hauses Feckl konnten wir uns bereits im Rahmen unserer Vorbereitung auf den Lauf ein sehr gutes Bild machen.

Ganz gleich was heute Abend bekannt gegeben wird, wir werden rennen, denn es ist so:
Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiß genau, daß sie schneller rennen muss, als der schnellste Löwe, sonst wird sie gefressen.
Jeden Morgen wacht in Afrika ein Löwe auf. Er weiß genau, dass er schneller rennen muss, als die langsamste Gazelle, sonst wird er verhungern.
Es ist also vollkommen egal, ob du Gazelle oder Löwe bist: Wenn die Sonne aufgeht, musst du rennen.
(aufgeschnappt bei Carsten Spohr vom Thermelauftreff)
Otto Kühnle bat mich übrigens recht höflich aber auch sehr bestimmt, ich möge seinen Namen als Quelle meines Wissens nicht nennen. Ich kam diesem Wunsch gern nach und habe nur O.K. vermerkt.