25.02.2010

Computer, Handy und Fernseher: Zwischen sinnvoller Nutzung und Abhängigkeit

Um 16:00 Uhr von KRZ-Redaktion in Allgemein, Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Vortrag zum Thema Jugend und Medien an der Mildred-Scheel-Schule in Böblingen

Seit der griechischen Antike klagt man über die Jugend, die Autoritäten nicht akzeptiere oder sich zu sehr anpasse, deren schulische Leistungen kontinuierlich schlechter würden, eine Jugend, die immer gewalttätiger werde oder, so der neueste Vorwurf, eine Jugend, die ihre Zeit nur noch vor dem Fernseher oder dem PC verbringe und keine sozialen Kontakte mehr pflege.

Dennoch: obwohl fast alle Familien über ein Fernsehgerät, einen Computer und Handys verfügen, ist für 91 Prozent der Jugendlichen der Kontakt zu Freunden der wichtigste persönliche Kontakt. Leider, und das muss auch gesagt werden, gibt es eine wachsende Zahl von Jugendlichen, vor allem Jungs, deren Mediennutzung zu Sucht und damit zu sozialer Ausgrenzung führt.

Dr. med. Gottfried Maria Barth und Dr. Jamil El Kasmi von der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie der Universitätsklinik Tübingen, die am 11. Februar an der Mildred-Scheel-Schule Eltern und Lehrer über die Gefahren der Mediennutzung informierten, betonen, dass Medien und deren Nutzung differenziert bewertet werden müssen.

So können alle Medien sinnvoll genutzt werden, sie gehören zum Alltag und vermitteln Erfolgserlebnisse. Der PC dient als Informationsquelle oder kann eine Lernhilfe sein. Es liege nicht an den Medien selbst, so Dr. Barth, ob sie eine Bereicherung oder eine Gefährdung darstellen, sondern an der Verfassung des Mediennutzers.

Das problematischste Medium ist für Dr. Barth ohnehin nicht der PC, sondern der Fernseher. Der TV-Nutzer verhält sich völlig passiv, ist in seiner Kreativität beeinträchtigt und erfährt nicht soziales Zusammenleben, sondern Gewalt als primäre Botschaft. Doch auch das Handy ist verantwortlich dafür, dass soziale Fähigkeiten verkümmern, und kann zu Gefühllosigkeit führen, wie das immer weiter verbreitete „Schlussmachen“ per SMS zeigt.

Bleiben der Computer und das Internet. Was macht deren Faszination aus? Der Computer gehorcht, ist immer verfügbar und ermöglicht die Zugehörigkeit zum Freundeskreis. Die Jugendlichen halten sich in Chatrooms auf, stellen sehr private Informationen und Bilder ins Netz oder verbringen ihre Zeit mit Online-Spielen. Eines der Hauptprobleme ist, dass Eltern zu wenig informiert sind und die Gefahren des Internets unterschätzen. So sollten sie ihren Kindern klar machen, dass einmal ins Netz gestellte Daten nicht mehr zu löschen sind und peinliche Fotos später ein Problem für eine Bewerbung darstellen können. Sie sollten sie auch vor Pädophilen oder Betrügern, die sich in Chatrooms tummeln, warnen.

Besonders diskutiert werden zurzeit Spiele wie Counter-Strike oder World of Warcraft, Spiele mit hohem Suchtpotential. Eltern mögen sich fragen, was die Attraktivität dieser Spiele ausmacht, sitzt man scheinbar nur vor dem Computer und versucht, irgend etwas abzuschießen. Doch so banal wie auf den ersten Blick sind diese Spiele nicht. Sie werden gemeinsam online gespielt und bedeuten damit viel Interaktion. Diese Spiele funktionieren nur, wenn sich die Spieler gegenseitig unterstützen – dann wird eine höhere Ebene erreicht, sozusagen ein sozialer Aufstieg für alle in der virtuellen Gemeinschaft. Und genau darin liegt das Suchtpotential. Der erfolgreiche Spieler erhält Wertschätzung, er ist aber nur erfolgreich, wenn er über genügend Spielpraxis verfügt und zuverlässig eine Mindestanzahl an Stunden vor dem Computer verbringt. Der Einzelne kann sich also nicht abmelden, möchte er der Gruppe weiter angehören.

Nicht alle Jugendliche werden süchtig nach solchen Spielen, doch wenn Eltern folgende Verhaltensweisen bei ihren Kindern feststellen können, ist eine Spielsucht, so Dr. Jamil El Kasmi, nicht auszuschließen:

  • Die Jugendlichen haben ein unwiderstehliches Verlangen nach Computerspielen und können die Spieldauer nicht mehr kontrollieren.
  • Es zeigen sich Entzugserscheinungen wie Schlaflosigkeit.
  • Konzentrationsstörungen und schlechte Schulleistungen sind eine logische Folge.
  • Kontakte zu bisherigen Freunden werden eingeschränkt oder abgebrochen, es entstehen neue „Freundschaften“ zu ebenfalls Spielsüchtigen.
  • Hobbys werden nicht mehr gepflegt.
  • Aggressionen und Depressionen treten auf.

Wie können Eltern reagieren? Sie sollten Interesse zeigen und versuchen, die Beziehung wieder aufzubauen, anstatt ihre Kinder ständig zu ermahnen und zu kritisieren. So sollten sie die positiven Seiten der Spiele, wie den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, anerkennen, aber auch die problematischen Aspekte ansprechen. Ziel ist es, eine Selbstbeschränkung zu vereinbaren und Konsequenzen durchzusetzen, wird diese Selbstbeschränkung nicht eingehalten. Bei Einhaltung der vereinbarten Zeiten müssen die Jugendlichen gelobt und bestätigt werden. Dr. Jamil El Kasmi empfiehlt, eine Reduzierung auf 3-4 Stunden pro Tag schon als Erfolg zu sehen. Ein Fortschritt ist es auch, wenn die Kinder wenigstens einmal pro Woche an einer gemeinsamen Mahlzeit teilnehmen.

Ist die Spielsucht stark ausgeprägt und nimmt das Kind praktisch nicht mehr am Familienleben teil, gibt es in Tübingen ein Angebot für überforderte und hilflose Angehörige. Eltern, deren Lebensqualität stark eingeschränkt ist, weil sie sich nicht mehr trauen auszugehen oder in den Urlaub zu fahren, weil sie wissen, dass ihr Kind dann nahezu 24 Stunden vor dem Computer sitzt, sollen lernen, ihre eigenen Bedürfnisse und Regeln durchzusetzen und wieder ein normales Leben führen zu können.


25.02.2010

Neuer Berufswegeplan der Theodor-Heuss-Hauptschule mit Werkrealschule

Um 15:57 Uhr von KRZ-Redaktion in Allgemein, Blog-Unterricht: der Schul-Blog

THHZehn Wochen lang schnupperten Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Theodor-Heuss-Hauptschule mit Werkrealschule jeden Dienstag in einen von ihnen gewählten Beruf. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern, ganz besonders von ihrem Techniklehrer Herr Kecvric, der den Kontakt zu den Betrieben herstellte und als Ansprechpartner diente. Auch die Agentur für Arbeit stand in der Schule mehrmals für Beratungsgespräche zur Verfügung. Einen weiteren Impuls erhielten die Schülerinnen und Schüler durch die vertiefte Berufsorientierung, die jeden Mittwochnachmittag stattfindet.

Am Mittwoch präsentierten sie nun vor den Betrieben, Eltern, Lehrern und Schülerinnen und Schülern der 7. Klassen ihre gewonnenen Fertigkeiten und Erkenntnisse, so zum Beispiel im Hotelgewerbe, als Verkäufer, KFZ-Mechaniker, Friseurinnen, Maurer, Floristin, Arzthelferin, Tierpfleger, in der Bürokommunikation oder in der Lagerlogistik. Herr Mohr von der Firma Hornbach richtete sich in einem Grußwort an Eltern und Schüler. Er appellierte an die Eltern ihre Kinder zu unterstützen und das Langzeitpraktikum als Chance auf einen zukünftigen Ausbildungsplatz zu sehen. Ab März findet dann die zweite Runde statt; wieder zehn Wochen jeden Dienstag in einem anderen Betrieb!


24.02.2010

Gewinnertexte des Schreibwettbewerbs – Texte zum Download

Um 18:52 Uhr von Langner in Allgemein

siegerinnenBÖBLINGEN. Es muss in der Familie liegen: Vor drei Jahren beteiligte sich Dilmaz Alhan am Schreibwettbewerb für Schüler zum Thema Behinderte. Mit ihrem Gedicht ging sie damals leer aus. Dieses Jahr hat sie dafür den Siegerbeitrag eingereicht.

Den Text von Dilmaz Alhan gibt es hier als Download.

Hier gibt’s den zweitplatzierten Text “The Smile” von Franziska Hipp aus Gärtringen

Hier steht demnächst der Text von Tamara Urbanek (dritter Platz) (mehr…)


23.02.2010

mit oder ohne ?!

Um 12:36 Uhr von Rocco in Allgemein, KRZ-Team beim Stgt-Lauf

Früher hab ich es immer ohne gemacht, später nur noch mit – und jetzt mach ich es meistens ohne, manchmal dann aber auch ganz gerne mit…

Die Rede ist vom Laufen mit bzw. ohne Kopfhörer und der dazugehörenden Musikberieselung.

Neben Musik kann man sich aber auch Hörbücher oder Podcasts in die Ohren geben. Und zu meinem heutigen Steigerungslauf  viel mir ein, daß ich früher, als ich immer mit lief, mal ein Podcast hatte, das sich mit Intervalltraining beschäftigt. Hab mir also die kleinen Knöpfe in die Ohren gesteckt und ab ging es auf meine Flachstrecke.

…und ich hab es durchgehalten: 55 min ist das geführte Training lang und recht kurzweilig gestaltet.

Probiert es mal aus und berichtet…

Hier der Link zum Trainingspodcast von jogmap.de:  Mehr Speed durch Tempotraining

Was halten denn unsere Trainer von so einem Kopfhörertraining? Was habt ihr für Tipps?


22.02.2010

3.Woche Trainingsplan

Um 14:42 Uhr von in Allgemein, KRZ-Team beim Stgt-Lauf

Hallo liebes KRZ-Laufteam,

Ihr habt bestimmt jetzt schon einige lockere, zügige und langsame DL`s hinter Euch. Noch dazu einige Steigerungen, Tempowechsel und Fahrtenspiele. Zur Info es sind noch 116 Tage bis zu unserem 1. gemeinsamen Halbmarathon!!! Hört sich nicht mehr lange an im Vergleich zur Halbmarathon Strecke von 21097 Metern oder eben 21,1 km. Ich freue mich auf Donnerstag  25.02.2010 zum gemeinsamen Training. Auch bin ich auf die Laufschulung von unseren Trainern gespannt. Hoffentlich, ohne vereiste, glatte Flächen weil sonst aus einem Hopser-Lauf schnell ein Rutscher-Lauf werden kann (AU)!!!

Also bis Donnerstag

Eure Bloggerette Sanne


22.02.2010

Es gibt einiges zu berichten aus der vergangenen Trainingswoche:

Um 13:52 Uhr von in Allgemein, KRZ-Team beim Stgt-Lauf

Auch wenn immer wieder vor der Selbstüberschätzung gewarnt wird, man(n) muß es doch erst selbst erfahren… So geschah es mir am 13.02. beim Therme-Lauftreff - ich schloß mich übermotiviert der “Schnellen Gruppe” an und hatte dabei den Streckenuntergrund nicht mit bei meiner km-Zeit-Kalkulation beachtet. Tiefer, schwerer Schnee und dann im Gänsemarsch durch die Winterlandschaft stetig bergan – nach knapp 15 min war der Puls am Anschlag. Harry bemerkte sogleich mein Dilemma und nahmen sich meiner an. Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle! Gemeinsam trieben wir nun in sicherer Entfernung die Schnelle Gruppe vor uns her …
:-)

Nach einer Stunde war mein Leiden zu Ende, doch schon beim abschießendem Streching war der Puls wieder im zweistelligem Bereich. Ich gelobte,  beim nächsten Lauf in der 6-min-pro-km-Gruppe zu laufen. (mehr…)


18.02.2010

Video zum Paintball-Selbstversuch der Szene-Redaktion

Um 00:43 Uhr von Langner in Allgemein

Am 28. Februar 2010  findet in der Paintball-Halle in Altdorf ein Anfängertournier statt. Laut Geschäftsführer Alexander Muckel, sind diese “Anfänger” jedoch bereits ziemlich erfahren. Also trommelten die KRZ-Redakteure Sandra Funk und Eddie Langner ein paar Kumpels zusammen und erprobten den in Politik und Medien immer wieder heftig umstrittenenen Freizeitsport lieber im kleinen Kreis im Selbstversuch. Der Artikel dazu ist am 18. Februar 2010 in der KREISZEITUNG Böblinger Bote erschienen. Das Video dazu gibt’s hier zu sehen:

Viel Spaß beim Zuschauen! Ihre Online-Redaktion der KREISZEITUNG

Hinweis: Wenn bei Ihnen kein Vorschaufenster für den Film angezeigt wird, brauchen Sie die aktuelle Version des Flash Players von Adobe. Hier geht’s zum kostenlosen Download.


16.02.2010

LoBL – Low-Budget-Läufer

Um 17:08 Uhr von in Allgemein, KRZ-Team beim Stgt-Lauf
Nike Air - Ausgezoomt

Nike Air - Ausgezoomt

Warum eigentlich nicht, heute oute ich mich als Low-Budget-Läufer getreu dem Motto, zom Renna brauchts nix als Luscht ond Modivation. Schon seit Jahrzehnten gehört die Lauferei zu den Hobbys, in die ich so gut wie nichts ausser Zeit investiere. Etwas Tragbares findet der Hobby-Sportler immer im Kleiderschrank, lediglich auf gutes Schuhwerk soll man halt achten. Da greift der LoBL regelmässig in die Schnäppchen-Box zum Beispiel beim Real oder bei Inter-Sport. Ohne Beratung und entschieden nach erstem Eindruck und Optik schnappe ich mir dann im wahrsten Sinn des Wortes zwei Päarchen und dann iss wieder gut für mindestens zwei Mal tausend Kilometer.
Nach wirklich langer Zeit habe ich jetzt mein Low-Budget-Prinzip gebrochen und den heutigen freien Nachmittag habe ich für eine Fuß- und Lauf-Analyse genutzt. Nicht nur weil’s mir gut tun wird, nein auch deshalb weil ich meine, dass es richtig ist, wenn man dem einen oder anderen Sponsor des KRZ-Läuferteams etwas zurück gibt von dem, was dieser in das Projekt, in unser Projekt investiert.
Bei s’Stahls hat man sich wirklich Zeit genommen und man hat mich gut und professionell beraten. Und was bin ich nun froh, dass ich die nächsten Monate überwiegend im Rudel laufen werde! Alleine im Wald hätte ich doch mit meinen neuen, wertvollen Tretern jetzt richtig Angst, Opfer eines Überfalls zum Zwecke des Schuh-Raubs zu werden…

Siegfried


16.02.2010

Staffellaufteam 825 Jahre Ehningen am 11.04.2010

Um 07:32 Uhr von Rocco in KRZ-Team beim Stgt-Lauf

Mir ist da gestern so ein Flyer untergekommen – und da hab ich gleich an alle Ehninger KRZ-Laufteammitglieder gedacht…

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12.02.2010

Schnee Lauf Training

Um 21:43 Uhr von in KRZ-Team beim Stgt-Lauf

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