04.01.2007

Gib Gummi auf der Busspur

Um 13:35 Uhr von Langner in Satire und Humor der Marke KREISZEITUNG

Draußen ist es jetzt Winter geworden, aber vor unserem geistigen Auge spielt noch immer das deutsche Sommermärchen von der Fußball-WM im eigenen Land. Für alle, die schon jetzt die Tage zur bis zum Anpfiff der Fußball-EM 2008 in der Schweiz und in Österreich zählen, haben wir hier schon ein paar wichtige Tipps.
Sollten Sie zum Beispiel alleine im Raum Linz unterwegs sein, und gerade ganz dringend in ein Fußballstadion müssen, dann empfehlen wir Ihnen, immer ein paar Gummipuppen dabei zu haben. Wie meinen Sie? Nein, wir meinen natürlich nicht diese Gummipuppen, die in unauffälligen Postpaketen mit unauffälligem Absender von ganz unauffälligen Postboten an ganz unauffällige Haushalte geliefert werden. Wir meinen stinknormale Gummipuppen, wie sie meist eher auffällig in Schaufenstern platziert werden. Warum Sie diese dabei haben sollten? Nun, wenn Sie nicht gerade vor dem Endspiel Deutschland gegen Italien im Stau stehen wollen, dann sollten Sie die Busspur nutzen. Dummerweise dürfen das nur Autofahrer, die als Fahrgemeinschaft mit mindestens drei Personen unterwegs sind.
Aus diesem Grund wird im Linzer Umland immer häufiger zu den aufblasbaren Mitfahrern gegriffen, welche auf den Rücksitzen platziert werden. Die Polizei will solche Aktivitäten unterbinden. Unlängst gab es dafür eine Schwerpunktaktion der Gendarmen.
Bis Juni 2008 dürften die Polizisten also einen geschulten Blick für aufblasbare Passagiere haben. Sollten Sie es dennoch versuchen wollen, sollte ihr Gummi-Beifahrer möglichst lebensecht aussehen. Gummibäume oder Quietsche-Enten kommen also nicht in Frage. Für eine Puppe vom Model „Pamela“ müssen sie dafür bei preisroboter.de aber mindestens 479 Euro hinlegen. Dann können Sie aber auch gleich mit Taxi fahren – die dürfen nämlich auch auf die Busspur.
Text: edi, Bild: www.netzcheckers.de