26.05.2010

Fünf-Sinne-Projektwoche an der Berkenschule

Um 18:54 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Projekt Sinne Schmecken

In der Woche vom 17.5.2010 bis 21.5.2010 beschäftigten sich alle Zweitklässler der Berkenschule Holzgerlingen intensiv mit unseren 5 Sinnen: hören, sehen, schmecken und riechen, fühlen und dem Gleichgewicht. Die Schüler wanderten täglich in ein anderes Klassenzimmer, dort waren Versuche und Experimente aufgebaut, verschiedene Bastelangebote und viele weitere Informationen rund um die 5 Sinne vorhanden, die von den Kindern mit großer Begeisterung angenommen wurden.

Beim „Riechen und Schmecken“ durften die Schüler zunächst fünf unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten am Duft „erschnuppern“ d.h. natürlich mit geschlossenen Augen! Spannend war es schon, kleine Stückchen von Apfel, Birne, Kohlrabi, Paprika und Gurke zu erkennen. Dann war das Essen dieser Lebensmittel an der Reihe, nun konnte die Zunge den Geschmack erfassen. Auch die vier Geschmacksrichtungen galt es zu testen. Zum Schluss war die Nase noch einmal gefordert: Was war wohl alles in den 10 Duftdöschen verborgen?

Beim „Sehen“ stellte sich für die Kinder die Frage: Brauche ich vielleicht eine Brille? Es wurde ein Sehtest durchgeführt und Informationen zum Aufbau des Auges vermittelt. Wie sich blinde Menschen im Alltag zurecht finden und die Blindenschrift gehörte auch zum Thema „sehen“. Kimspiele und die Geheimnisse optischer Täuschungen weckten bei den Schülern sehr großes Interesse.

Das Gleichgewicht halten: Dazu war in der Sporthalle ein abwechslungsreicher Parcours aufgebaut. Es war für die Kinder gar nicht so einfach auf einer umgedrehten Langbank zu balancieren, eine Stange zu überqueren oder auf einer Wippe das Gleichgewicht zu halten.

Was verbirgt sich wohl hinter den verschiedenen Alltagsgeräuschen? Beim „Hören“ mussten unsere Schüler ordentlich die Ohren spitzen! Wie klingen die Laute von Hund, Katze, Türklingel oder Waschmaschine? Aufmerksam wurden die Informationen über die Gebärdensprache verfolgt und viel Spaß zeigten alle Schüler beim Hör-Memory, beim Herstellen eines Schnurtelefons und beim Basteln einer Rassel.

Projekt Sinne SchnurtelefonSpannend ging es auch beim „Fühlen“ zu. Dort gab es nicht nur Fühlsäckchen mit verschiedenen Materialien, sondern sogar einen Barfuß-Parcours: Sand, Kieselsteine, Schafwolle und Rindenmulch sollten ertastet werden.

Zum Abschluss bearbeitete jedes Kind Aufgabenblätter, die am Ende der Projektwoche zu einem interessanten Buch über die fünf Sinne gebunden wurden.


18.05.2010

Grund- und Werkrealschüler aus Weil im Schönbuch im litauischen Medininkai

Um 14:33 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Die Delegation aus der Partnerschule in Litauen war im Herbst vergangenen Jahres zu Gast in Weil im Schönbuch. Nun stand der Gegenbesuch an. Die Schulpartnerschaft mit Medininkai besteht seit einigen Jahren – und es werden wohl noch viele Besuche und Gegenbesuche folgen.
Wie ist das eigentlich mit dem Schulunterricht in anderen Ländern? Müssen die dort das Gleiche büffeln oder gibt es ganz andere Fächer und Pressebild 1MedininkaiStoffe? Und wie sieht der Unterricht im Schulalltag überhaupt praktisch aus? Der Schüleraustausch zwischen den Weilemern und ihren Partnern im litauischen Medininkai vom 28. April bis zum 5. Mai stand unter dem Themenschwerpunkt „Unterricht“. Der gemeinsame Unterricht war für die Kinder beider Orte ein große Bereicherung. „Unsere Kinder konnten erleben, wie es ist, wenn  man in einer Klasse ist, ohne die Landessprache zu beherrschen“, meint Lehrer Stephan Walter. „Die Verständigung klappte ganz gut, manchmal mit Händen und Füßen“, sagt Alexander aus der jahrgangsgemischten Klasse 1 (Klassen 5 und 6). Celina stellte fest, dass es in Litauen „mehr Natur“ gibt und dass „die Leute häufig freundlicher sind als bei uns.“ Jannik fand die ganze Reise super, weil er zwei neue Freunde in Litauen finden konnte.
Am ersten Tag stand eine gemeinsame Musikstunde auf dem Programm. Kinder aus der Kasimirschule führten einige ihrer Lieder und Tänze vor und brachten ihren Gästen zwei polnische Lieder bei. Danach ging?s ans Mathebüffeln – mathematische Formeln und Rechnungen sind halt international.
Das Wochenende haben die Weilemer genutzt, um Schönheiten und Sehenswürdigkeiten  der Gastgeber kennen zu lernen: Am Samstag ging?s nach Trakai zur Wiege Litauens. Das örtliche Museum dort bereitete die Geschichte kindgerecht auf. Anschließend konnten sich die Schüler in einem Wasserpark austoben. Am Sonntag waren sie mit ihren Gastfamilien unterwegs.
Am Montag begann der Schultag mit einer Feierstunde zum Jahrestag der polnischen Verfassung. Anschließend stand Litauisch auf dem Stundenplan und danach vergnügten sich die Kinder mit „Mensch ärgere Dich nicht“. Zum Abschluss am Dienstag folgte eine gemeinsame Pressebild 2MedininkaiKunststunde und eine Tanzstunde. Am Nachmittag gab es eine Abschlussrunde bei Tee und Kuchen, dabei wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Der Abschied am Abend war tränenreich – viele hatten Freundschaften geschlossen.
Dann ging’s auf die Heimreise, die problemlos verlief – ganz im Gegensatz zur Hinfahrt: Weil es in Frankfurt/Oder mit der Diesellok große Schwierigkeiten gegeben hatte, verzögerte sich die Weiterfahrt um über drei Stunden, in der Konsequenz wurde der Anschlusszug nach Vilnius verpasst. Nach der Ankunft in Warschau nachts um 2.14 Uhr mussten die  Schüler in einem Notbehelf Nachtquartier beziehen; ein Warteraum wurde dafür hergerichtet. Und als die Weilemer schließlich am Bestimmungsort ankamen, hatten sie einen halben Tag Verspätung.


18.05.2010

Neuntklässler des Goldberg-Gymnasiums in Malaga

Um 14:03 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

In der Partnerschule mit der Schulleiterin Marilo

Schüler der Klasse 9 des Goldberg-Gymnasiums haben das 4. und letzte internationale Treffen in Malaga beendet. Hier der Bericht dazu:

Es sah schlecht aus: Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckte Asche in die Luft. Unsere Reise war schon fast ins Wasser gefallen. Doch dann, am 25.4. reisten dann doch sechs Schüler des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen und zehn Schüler des Schickhardt-Gymnasiums Stuttgart unter der Aufsicht von Renate Holzmann, Regine Hauff (beide GGS) und Martin Rausch (Schickhardt) ins sonnige Spanien, genauer gesagt nach Málaga. Nach einer ruhigen Nacht im Malaca Instituto ging es am nächsten Tag mit der Rektorin der Schule IES Diego Gaitán an einen Stausee. Und nach Vor der Aula de Naturaleza in den Bergen Malagasdem Vulkanausbruch setzte uns die Natur einen weiteren Stein in den Weg. Oder eigentlich: mehrere Steine. Ein Erdrutsch versperrte die Strasse. Doch da der Mensch sich nicht so einfach unterkriegen lässt, fanden wir eine andere Uferstelle. Dort konnten wir bei glühender Hitze und 30 ºC verschiedene Tier- und Pflanzenarten wie den Olivenbaum oder Insekten beobachten. Zwar waren wir alle danach durchgeschwitzt und gingen sofort an den Strand, jedoch hatten wir neue Erkenntnisse über die Flora und Fauna von Spanien gesammelt. Am nächsten Tag war eine Whale Watching Tour von Tarifa aus geplant. Doch die Natur hinderte uns auch hier. Ein Sturm machte die Ausfahrt mit dem Schiff unmöglich. Also wurde fleissig umgeplant. Wir fuhren in der Bucht von Algeciras und machten einen Abstecher nach Gibraltar, wo uns die Natur mit einem Stromausfall zusetzte. Dafür war die Bootsfahrt mit der Firma Turmares umso schöner. Normalerweise findet man in der Straße von Gibraltar sechs Wal- und Delfinarten, wovon drei ansässig sind. Wir sahen Gruppen von Streifendelfinen, die ganz nah ans Motorboot schwammen. Die kleinen Meeressäuger liessen sich gut fotographieren. Der dritte Tag begann mit einem kulurellen Ausflug ins Museo Picasso Málaga. Dort sind beeindruckende Bilder des aus Málaga stammenden Malers Pablo Picasso ausgestellt. Unsere Favoriten unter den Gemälden, Skizzen und Erdrutsch hindert unsere WeiterfahrtZeichnungen war das Bild “Three Doves” aus dem Jahr 1960 und die Tuschezeichnungen vom Stierkampf. Die Zeichnungen von nackten Frauen fanden wir nicht so toll. Danach fuhren wir in die Berge nahe Málaga, wo sich die ‘Aula de la Naturaleza las contadoras’ befindet. Was sich nach einem Schulgebäude anhört, ist in Wirklichkeit eine Herberge in einem Naturschutzgebiet. In dieser Gegend erforschten wir die Naturwelt und beobachteten viele Insekten, Spinnen und Amphibien. Beispiele sind Wildbienen, eine grosse Tarantel sowie den Spanischen Sandläufer, eine Eidechse. In der Nacht unternahmen wir eine Erkundung des Waldes. Wir lernten Eulen und Wildschweine kennen und mussten ohne Lichtquelle den Weg finden. Unser Leiter ahmte gekonnt den Eulenruf nach und versuchte, die Vögel anzulocken. Bei der Fütterung der Wildschweine um Mitternacht konnten wir ihr Verhalten beobachten. Am nächsten Morgen wurden die am Vortag gestellten Raubinsektfallen untersucht und die Ergebnisse ausgewertet. Die Fallen waren Becher, die in die Erde gebuddelt wurden. Die Insekten fielen bei ihren nächtlichen Raubzügen in die Becher. Danach liefen die Vorbereitungen für den Rückflug. Wir reisten noch am Abend ab und kamen heil und sonnengebräunt alle an.

Carolin Dosch, Kathrin Gonsior und Philipp Borkowitsch (10b GGS)


06.05.2010

Kommunikationstraining für Zahnmedizinische Fachangestellte an der Gottlieb-Daimler-Schule 2

Um 10:39 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Angelika Raimann (links vorne) und Karin Bronner (rechts vorne) von der AOK übten Kommunikation am TelefonSie ist oft die erste Ansprechpartnerin und die erste, die es zu spüren bekommt, wenn es schwierig wird: die Medizinische beziehungsweise Zahnmedizinische Fachangestellte, wie die offizielle Bezeichnung lautet. Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen sind Grundvoraussetzungen für diesen Beruf. Eine Portion Gelassenheit sollte dazu kommen. Um diese Fähigkeiten zu trainieren, lud Karin Scholz, Lehrerin an der GDS2, Karin Bronner und Angelika Raimann von der AOK ein. Sie sollten Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte des zweiten Ausbildungsjahres am Telefon fit machen. „Je freundlicher Sie sind, desto größer der Fanclub Ihrer Praxis“ so die beiden Expertinnen und „Untersuchungen zeigen, dass der Erfolg einer Praxis im Wesentlichen von den Helferinnen abhängt.“ Das oberste Gebot, das die Damen am Telefon zu beherzigen haben, ist freundlich in jeder Situation zu bleiben, „auch wenn es schwer fällt und der Patient auf hundertachtzig ist.“ Tipps gab es nun zahlreich, wie man Streitgespräche geschickt umgeht und die Kommunikation wieder auf eine sachliche Ebene hebt. Eine gute Fragetechnik gehöre ebenso zu einer gelungenen Kommunikation wie das Einhalten eines standardisierten Gesprächsaufbaus. Anschließend ging es an den praktischen Teil des Trainings. Dafür hatten

Karin Bronner und Angelika Raimann kleine Telefonanlagen mitgebracht. Nun wurden eifrig Gespräche zwischen Patient und Zahnarzthelferin simuliert und in einer Feedback-Runde ausgewertet. Die Auszubildende Anja Weißer fand den Berufsschultag „sehr nützlich für den Alltag in meiner Praxis, außerdem kann man das alles auch privat anwenden.“ Für Frau Scholz war das Telefontraining durch die Expertinnen der AOK eine „Motivationsspritze“ von außen, die den Schülerinnen vermittelte, dass es für den ersten Eindruck selten eine zweite Chance gibt.


04.05.2010

Europa-Politikerin Heide Rühle am Pfarrwiesen-Gymnasium

Um 18:11 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Heide Rühle am Pfarrwiesen-GymnasiumDie Europäische Union ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Sie ahnen nur, was die Mitglieder des Europaparlaments, des Ministerrats und der EU-Kommission in Brüssel und Straßburg treiben. Zehnt- und Elftklässler des Gymnasiums in den Pfarrwiesen Sindelfingen haben sich im Gemeinschaftskundeunterricht mit Europa befasst und zum Auftakt der „Sindelfinger Europawoche“ die Grünen-Abgeordnete im Europäischen Parlament, Heide Rühle, mit ihren Fragen gelöchert.

Heide Rühle geht gern an Schulen. Für sie sind diese Besuche ein Stück Öffentlichkeitsarbeit. „Weil viele Menschen das, was in Brüssel beschlossen wird, für unwichtig halten, ist die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen gering“, sagt sie bedauernd. Dabei seien die Regierungen der Mitgliedsstaaten verpflichtet, Gesetzesbeschlüsse der europäischen Ebene in nationales Recht umzusetzen. „Das wissen aber viel zu wenig Bürger.“

Grundsätzlich bin ich dafür“, sagt die 61-jährige Grünen-Politikerin auf die Frage eines Schülers, wie sie?s mit dem EU-Beitritt der Türkei halte. Seit das Land am Bosporus Beitrittskandidat sei, hätten sich dort so viele Reformen und Veränderungen vollzogen wie nie zuvor. Im EU-Beitritt liege die Chance, diesen Öffnungs- und Reformprozess weiterzutreiben. Die EU-Politikerin verhehlt aber nicht, dass das politische System und die Wirtschaft der Türkei noch viele Mängel aufweisen. Dass das Militär eine Art Staat im Staat ist, hält sie für ein Unding in einem demokratischen Land. „Man braucht Geduld“, sagt Rühle. Und schätzt, dass es noch zehn bis 15 Jahren dauern wird, bis die Türkei reif für Europa ist. Sie plädiert für eine „faire Debatte“ ohne ständige Querschüsse aus Frankreich und Deutschland, an deren Ende sich sowohl die Europäische Union als auch die Türkei entscheiden können, ob sie den Beitritt wollen oder nicht.

Die EU schafft Frieden über wirtschaftliche Zusammenarbeit“, erklärt die Politikerin das Grundprinzip. Deshalb habe sie sich nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts und den Kriegen in Jugoslawien auch der Osterweiterung zugewandt. Die erste Osterweiterung hat Heide Rühle mitgetragen. Die Aufnahme von Rumänien und Bulgarien kam ihr jedoch zu schnell. Auch die Staaten auf dem Westbalkan seien, was Umgang mit Minderheiten und Rechtsstaatlichkeit betrifft, noch nicht reif für Europa.

Wie versuchen Staaten, ihre nationalen Interessen in der EU durchzusetzen?“, will eine Schülerin wissen. Heide Rühle schildert am Beispiel der Klimaschutzpolitik, wie gerade die Bundesregierung den deutschen Abgeordneten ans Herz gelegt habe, für nicht allzu scharfe CO2-Grenzwerte einzutreten. Auch die Automobilfirmen seien an die MdEPs herangetreten. In Brüssel, sagt die Politikerin, seien 12 000 bis 14 000 Lobbyisten registriert, die für die Anliegen ihrer Auftraggeber werben. Da müsse man als Abgeordnete strikt darauf achten, dass man zwar Informationen einhole, sich aber nicht um den Finger wickeln lasse.

Warum muss Deutschland Griechenland helfen?“, kommt die nächste Frage. Deutschland profitiere vom Euro und habe deshalb auch ein Interesse daran, anderen Ländern der Euro-Zone aus der Bredouille zu helfen, auch wenn sie wegen eigener Fehler ins Malheur geraten seien. Heide Rühle ärgert sich darüber, dass der Eindruck erweckt werde, als würde Deutschland den Griechen bedingungslos Geld in den Rachen stopfen. Es gehe darum, gegen harte Auflagen für günstigere Kredite zu sorgen. „Wenn die Griechen das Geld zurückzahlen, haben nicht nur sie, sondern auch die Geberländer gewonnen“, sagt Rühle.

Seit 1999 sitzt Heide Rühle im Europarlament. „Das ist wirklich spannend. Ich habe es nie bereut“, sagt sie. Sie vergleicht Europa mit einer „Baustelle, auf der man viel gestalten kann“.

Von Werner Held


04.05.2010

Projektwoche an der Schallenbergschule Deufringen zum „Fairen Handel in einer Welt“

Um 18:05 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Projektwoche in DeufringenMangos schmecken lecker. Noch besser munden die Früchte aus Burkina Faso den Grundschülern, als sie erfahren, dass in dem afrikanischen Land durch den „Fairen Handel“ für Kinder der Traum vom Schulbesuch wahr wird. Mit der Begründerin der Mangoaktion Gisela Winkler begann am 26. April die Projektwoche „Fairer Handel in einer Welt“ an der Schallenbergschule.

Wo ständig faire Produkte eingekauft werden können, davon konnte der Dachteler und Deufringer Nachwuchs sich einen eigenen Eindruck verschaffen, als am Dienstag, 27. April, die Weltläden in Weil der Stadt, Herrenberg und Dagersheim besucht wurden.

Auch sonst hatte das Kollegium zusammen mit Pfarrer Burkhard Frauer ein ansprechendes Projektprogramm zusammengestellt, das die Kinder mitnahm in fremde Welten. So tanzte, sang und kochte Ghanas Kulturreferent Kobna Anan am Mittwoch mit der ganzen Schule. Zum Festmahl „Joloff“ trafen sich alle Kinder im Foyer.

Doch die Schüler durften sich auch selbst in die Lebenswelten der Kinder in Afrika, Asien und Lateinamerika hineinversetzen. Dazu hatte das Kollegium für vorgestern und gestern neun Projektthemen aufwendig ausgearbeitet. Und jedes Kind konnte sich für eines der Themen begeistern.

Das ist schwieriger als Fußball spielen“, meinte der siebenjährige Tobias, als er Lumpen zu einem Ball zusammenwickelte und anschließend mit einer Schnur fixierte. „Damit spielen die Kinder in den Slums“, meinte Lehrerin Dorit Pfänder. Heute sollen die Handarbeiten zum Schießen auf eine Torwand noch Verwendung finden.

Von 10 bis 12.30 findet am Samstag, 1. Mai, ein „Markt der Möglichkeiten“ statt. Dort werden die Arbeiten aus den Projektgruppen ausgestellt. Und der Weltladenstand macht auch Eltern mit den Fairen Produkten vertraut, die sich bisher wenig Gedanken über Herkunft und Geschichte der gekauften Produkte gemacht haben.

Wir wollen uns aktiv mit den Lebensumständen der Kinder auseinandersetzen und den Fairen Handel thematisieren“, bringt Schulleiterin Ursula Faude Sinn und Zweck der in ihrer Art wohl einmaligen Projektwoche auf den Punkt.

Sensibilität bei den Kindern und Erwachsenen wecken, um Verantwortung zu übernehmen und Hilfe zur Selbsthilfe werden zu lassen – das ist erklärtes Ziel nicht nur der Kirchengemeinde (die KRZ berichtete), sondern auch des Lehrerkollegiums und weiter Teile der Bevölkerung im Heckengäu. Dies dokumentieren ein einfacher Lederball und ein einfaches Holzwerkzeug: „650 Stiche braucht es, bis ein Lederball zusammengenäht ist. Der Näher bekommt dafür 50 Cent, drei bis vier Bälle schafft er an einem Tag“, erklärt Pfänder den Kindern, die im Fußballprojekt mit dabei sind. Und der FSV Deufringen hat verstanden. Der Verein kickt mittlerweile mit Bällen aus Fairem Handel. Und die Raiffeisenbank Aidlingen unterstützt diese gute Tat finanziell.

Im nächsten Klassenzimmer kauen Schulkinder gerade auf Kakaobohnen herum und finden den Geschmack überhaupt nicht lecker. So muss es der zwölfjährigen Joelma aus Brasilien gehen, die elf Stunden am Tag Bohnen der Kakaofrüchte in einer Plantage sammelt und noch nie Schokolade gegessen hat. Die Geschichte des Mädchens macht die Kinder betroffen, schließlich können die Schüler nicht nur aus einem reichhaltigen Schokoladenvielfalt auswählen. Auch das Wort Arbeit ist den meisten recht fremd. Und so erfahren die Erst- und Zweitklässler der Projektgruppe an diesen zwei Tagen viel über den Weg, den die Kakaobohne nimmt, bis sie auf der Zunge der Europäer und Nordamerikaner landet. Denn mit kleinen Fähnchen sind die Produktions- und Absatzgebiete der Kakaobohne auf einer Weltkarte markiert. Mit der Schokolade verhält es sich wie mit den Magos. Als die Kinder beim Geschmackstest die unterschiedlichen Schokoladen probieren, stellen sie Unterschiede fest. Und eine fair gehandelte Schokolade gibt es sogar aus Waldenbuch.

Als Lehrerin Heike Abenheimer auch noch per Planspiel mit den Kindern zwei verschiedene Marktsituationen simuliert, kommen sie ins Nachdenken. Denn die eine Familie kann sich mit ihrer Hände Arbeit ihr Brot leisten, die andere muss trotz Plackerei darben, damit im Supermarkt die Schokolade Niedrigstpreise erzielen kann oder der Zwischenhandel sich eine goldene Nase verdient.

Wenig bezahlt bekommen die Straßenkinder in Indien für ihre selbst gebastelten Papiertüten. „Nach einer oder zwei Tüten haben meine Kinder keinen Spaß mehr dran“, meint Lehrerin Tina Jan. Die Projektgruppe hat sich viel vorgenommen. Heute sollen Spielsachen aus Abfall oder einfachsten Materialien präsentiert werden. Die Deufringer und Dachteler Kinder haben dann nicht nur Spiele aus vielen Ländern kennen gelernt, sondern auch die Kinderarbeit in der Spielzeugherstellung. „Ich bin überrascht, wie interessiert die Schüler an den Lebensumständen der Kinder in anderen Erdteilen sind“, freut sich Tina Jan. Und damit hat die Projektwoche sich ein wichtiges Ziel erreicht. Wenn noch die Eltern zum Markt der Möglichkeiten strömen, kann der Nachwuchs vielleicht auch die Eltern zum Nachdenken und Handeln bewegen.

Von Matthias Weigert


04.05.2010

Erster Suchtpräventionstag an der Heinrich-Steinhöwel-Schule in Weil der Stadt

Um 18:01 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Weil„Ich bin eine Wucht – auch ohne Sucht!“ Unter diesem Motto startete Ende April der erste Suchtpräventionstag auf Initiative der beiden Suchtbeauftragten der Weil der Städter Grund- und Hauptschule, Pamela Spedicato und Doris Ginter und der Schulsozialarbeiterin Magdalena Becht.
Als Pendant zum TUN-Tag (Tag für Umwelt und Natur) der Grundschule soll der Suchtpräventionstag in Zukunft im zweijährlichen Wechsel stattfinden. Alle 150 Hauptschüler und Hauptschülerinnen konnten sich für den Vormittag in zwei Workshops eintragen.
Die DAK bot einen Parcours mit der so genannten Alkoholbrille an. Damit wurde das veränderte Empfinden unter Alkoholeinfluss simuliert. Der Suchtpräventionsbeauftragte des Landkreises Böblingen, Jörg Litzenburger, zeigte in Zusammenarbeit mit Wolfgang Marecek vom Weil der Städter Kino den Film „Ben X“ und diskutierte auch gleich hinterher mit den Jugendlichen darüber. „Das Handy – Spaß, Nutzen, Risiko“ war Thema der Biologin Heike Bleuel. Sie zeigte mit Hilfe von Messgeräten die Gefährlichkeit der Handystrahlung.
Wolfgang Diehm, der Präventionsbeauftragte der Polizei Leonberg, informierte die Schülerinnen und Schüler über das Thema „Teens online – Süchtig nach Net und PC“. Vom Verein für Jugendhilfe  bot der Sozialarbeiter Philip Löffler das Thema „Jugend und Alkohol“ an. Über Essstörungen und ihre Vermeidung informierte Frau Breitmeier von der Psychologischen Beratungsstelle in Leonberg.
Im anschließenden Gespräch der beteiligten Kollegen der Schule fasste Pamela Spedicato die erfolgreiche Aktion zusammen: „Diese Workshops waren ein guter Start in die immer aktueller werdende Problematik. Beim nächsten Mal wollen wir die Jugendlichen noch aktiver mit einbeziehen.“


04.05.2010

Neue Kultusministerin in Döffingen zu Gast

Um 17:59 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

SchickNur wenige Wochen ist die neue Kultusministerin im Amt. Und schon hat sie ein halbes Dutzend Schulen im Südwesten besucht, um die Bildungslandschaft und herausragende Pädagogikkonzepte näher kennzulernen. Am 19. April kam Prof. Dr. Marion Schick nach Döffingen an die Grund- und Werkrealschule.

Mit fast paradiesischen Zuständen konfrontiert sah sich die Kultusministerin schon im Schulhof, wo bei strahlendem Sonnenschein alle Klassen zur Begrüßung angetreten waren und Schulleiter Bruno Metzger die Delegation herzlich willkommen hieß. Und auch der anschließende Matheunterricht sowie die Diskussion mit Lehrern und Elternbeiräten schien ganz nach dem Geschmack der Ministerin.

Mit dem Führungswechsel im Kultusministerium sind bekanntermaßen auch Hoffnungen verbunden nach mehr Offenheit für neue Konzepte. Die Schulbesuche im Ländle könnten diese Hoffnungen weiter nähren: „Ich bin ein Freund von Autonomie und neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings muss das Ministerium auch einen einheitlichen guten Standard an allen Schulen gewährleisten“, betonte die Ministerin gegenüber Lehrern und Elternbeiräten gerade in Döffingen.

Denn wenige Stunden bevor die Kultusministerin an einer Pressekonferenz in Stuttgart in Sachen Werkrealschulen teilnehmen wollte, besuchte sie ausgerechnet die Bildungseinrichtung, die als erste im Regierungsbezirk mit dem Titel „Werkrealschule neuen Typs“ geadelt worden war.

Und das hat Gründe: Wo sonst sind oft zwei Lehrer in einer zehnten Klasse zugange, um den Schülerinnen und Schülern den Lernstoff näher zu bringen? Wo sonst sind Projekte sehr eng verzahnt mit dem Lernstoff, um die Schüler zu motivieren und ihnen projektorientiertes Arbeiten für das Berufsleben zu vermitteln?

Wir nutzen die Stundenkontingente sehr flexibel und stimmen sie auf die Prüfungszeiten ab“, erklärte Schulleiter Metzger, der selbst lieber 16 Wochenstunden in einer Zehnten verbringt als in seinem Rektorenzimmer Verwaltungsarbeiten zu erledigen, wie er selbst frank und frei zugibt.

Unterrichten kann also auch viel Spaß machen und mit Emotionen verbunden sein, wie die Kollegen einhellig bestätigten. Und auch die Schüler fänden so zu einen neuen Zugang zur Schule, wenn das Klassenlehrerprinzip feste Bezugspersonen möglich macht: „Bei Prüfungen wissen die Schüler, was sie können, und gehen selbstbewusst damit um“, erklärte der Lehrer Stefan Schäfer.

Und die Ministerin wollte die daraus resultierenden Konsequenzen für die Lehrerausbildung erfahren. „Praxisorientierter sollte sie sein“, meinte Benjamin Thiele, der sich als „Lernbegleiter“ versteht. Er hat erst im letzen Jahr seine Lehrerausbildung abgeschlossen, studierte in Rostock und schätzt schon nach wenigen Monaten die Döffinger Schulpädagogik.

Der Erfolg gibt Bruno Metzger und Co. nach 15-jähriger Werkrealschulerfahrung „alten Typs“ recht, wie der Lebenslauf von Nadine Frank, Michael Bär und zahlreichen weiteren Schulabgängern dokumentiert, die in ihren Ausbildungsberufen zu Landessiegern wurden oder weiterführende Schulen besuchten. „Dem Michael Bär habe ich sogar geraten, dass er vor der Ausbildung in meinem Kfz-Betrieb noch die zehnte Klasse besucht. Den Ausbildungsplatz habe ich ihm solange freigehalten“, meinte Günther Ott voller Stolz gegenüber der Ministerin.

Und ich habe mich als Viertklässlerin selbst für die Hauptschule entschieden, obwohl ich eine andere Empfehlung hatte. Doch auf dem Gymnasium wäre ich wohl untergegangen“, meinte Frank in der Runde mit der Ministerin und fügte hinzu: „Über den Weg der Werkrealschule konnte ich meine Fähigkeiten nach und nach entwickeln, war nach der Zehnten nicht ausgebrannt, konnte das Wirtschaftsgymnasium besuchen und mein Abitur machen.“

Das ist eine Bildungskarriere, wie sie sein soll – eine Aneinanderreihung von Erfolgen, statt von Niederlagen – im Einklang mit den eigenen Fähigkeiten“, befand die Ministerin hoch erfreut. Schick machte die Gesellschaft für den Erfolgsdruck verantwortlich, „der in den Elternhäusern weiter aufgebaut wird und am Ende mit der Bildungseinrichtung verbunden ist“. „Gerade die Eltern sind es oft, die dafür sorgen, dass schon am Ende der zweiten Klasse ein permanenter Druck auf dem Nachwuchs lastet“, pflichtete die stellvertretende Schulleiterin, Annette Schumpp, bei.

Und Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz nickte beifällig mit dem Kopf. Die Wahlkreislandtagsabgeordnete saß auch als stellvertretende Vorsitzende des zuständigen Landtagsausschuss für Bildungsangelegenheiten mit am Tisch. Kurtz war sich mit Schick nicht nur darin einig, dass das Ländle von Döffingen lernen können. Neuerungen bräuchten wie das Beispiel Döffingen auch zeige vor allem Zeit, um möglichst alle Pädagogen mitzunehmen.

Von Matthias Weigert


04.05.2010

Was müssen Christen erleiden, weil sie Christen sind?

Um 10:30 Uhr von KRZ-Redaktion in Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Das Otto-Hahn-Gymnasium lud hierzu am 29.04.10 zu einem Informationsabend ein. Den Auftakt bereiteten Silke Wohnsdorf und Samuel Siegel, Schüler der 12. Klasse des OHG. Im Rahmen des Landeskirchenwettbewerbs Baden-Württemberg beschäftigen sie sich mit der Organisation Open Doors, die sich für verfolgte Christen weltweit einsetzt. Im Folgenden informierte Jens Fischer, Referent von Open Doors, über die erschreckenden Zustände, denen Christen in vielen Teilen der Welt aufgrund ihrer christlichen Überzeugung ausgesetzt sind. An der Spitze des Weltverfolgungsindexes steht zum achten Mal in Folge Nordkorea. Christen werden hier wie Staatsfeinde verfolgt. „Jede religiöse Aktivität wird vom Regime als Angriff auf die sozialistischen Prinzipien Nordkoreas wahrgenommen.“ Werden Christen bei Hausdurchsuchungen entdeckt, droht ihnen Gefängnis, Arbeitslager oder die Hinrichtung. Nordkorea folgen der Iran, Saudi-Arabien, Somalia, die Malediven, Afghanistan, Jemen, Pakistan und Laos. Nach einer Schätzung von Open Doors werden etwa 100 Millionen Christen in über 50 Ländern weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt. In diesen Ländern ist es an der Realität, dass sie aufgrund ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen und von ihren Wohnorten vertrieben, eingesperrt, verletzt, gefoltert oder getötet werden. In Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde, heißt es: “Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen in der Öffentlichkeit oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung eines Ritus zu bekunden.” Es stellt sich die Frage, was verfassungsrechtlich festgelegte Menschenrechte, wie Religionsfreiheit, nützen, wenn sie entgegen aller internationaler Abkommen verletzt und derart missachtet werden. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Übergriffen. Im vergangenen Juni konnten wir die brutale Ermordung zweier deutscher Krankenschwestern im Jemen, sowie die Entführung einer fünfköpfigen Familie aus Sachsen in den Medien mitverfolgen. Obwohl es den Christen in vielen Ländern untersagt ist, Kirchen zu bauen und Gottesdienste abzuhalten, wächst die Anzahl christlicher Gemeinden im Untergrund. Christen spenden sich gegenseitig mit auswendig gelernten Gebeten oder Bibelversen Trost und schenken sich Kraft. Open Doors trägt hierzu bei, indem sich die Organisation vor Ort für Menschenrechte einsetzt, Hilfe zur Selbsthilfe, Rechtsbeistand und Gefangenenhilfe leistet. Auch für uns bieten sich Möglichkeiten aktiv zu werden, beispielsweise in einer Petition für die Freilassung eines gefangenen Christen.

Vanessa Maurer Kl.10bPICT2053


03.05.2010

Die Freie Waldorfschule Böblingen/Sindelfingen war am Wochenende ein „Haus der Temperamente“

Um 13:31 Uhr von Langner in Allgemein, Blog-Unterricht: der Schul-Blog

Klassenspiel bestesWie jedes Jahr wurde an der Freien Waldorfschule Böblingen/Sindelfingen wieder ein Klassenspiel einstudiert. Dies ist neben weiteren musikalischen und szenischen Darstellungen wie Musicals oder Monatsfeiern, ein fester Bestandteil des pädagogischen Konzeptes der Schule, die sich im September übrigens anschickt ihr 20-jähriges Jubiläum zu feiern. (mehr…)


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