Mit dem Zitat “it’s all about the ass” stellte sich Werner Kolb, der sportliche Leiter des Pink Power, den Teilnehmer des KRZ-Teams 2013 beim Fitnesscheck am 19.1.2013 vor. Und er sollte Recht behalten. Die Core-Übungen, die er vorstellte, riefen einen gehörigen Muskelkater an genau dieser Körperstelle hervor. Natürlich stand die dadurch zu erreichende bessere Beweglichkeit im Vordergrund, allerdings nur über die Pomuskulatur kann auch Kraft und Stabilisation erreicht werden.
Das 2013er Laufteam wurde zunächst von Axel Stahl, dem Besitzer des gleichnamigen Stahl Sport Shops, und Otto Kühnle (Redaktuer Sport Kreiszeitung) begrüßt. Nach einer kurzen Einweisung in den Tag wurde das Team in vier Gruppen aufgeteilt, die dann zum Core-Training, der Black-Roll-Einführung, der Laufstilberatung und zur Aushändigung der Trainingspläne gingen, um Interessantes und Wichtiges aufzusaugen.
Zunächst jedoch gab es einen Vortrag für alle zum Thema Trainings-ABC. Tobias Strumpf, ein erfahrener Lauftrainer, stellte eine sehr interessante Präsentation vor. Ziel dieser Präsentation war es zu verdeutlichen, dass “Training den Körper eigentlich zerstört”. Bevor der nächste Trainingsreiz gesetzt wird, muss der Körper zunächst wiederhergestellt werden. Schlussendlich jedoch war das Fazit dieses Vortrags: “Training ist ein zielgerichteter, planmäßiger und systematischer Prozess zur Leistungssteigerung”.
Die Black-Roll ist eine etwas 30 cm lange Kunststoffrolle mit einem Durchmesser von 15 cm, über die Unter-, Oberschenkel, Po und Füße mit dem eigenen Körpergewicht gerollt werden. Dies hat zur Folge, dass Muskelverhärtungen an genau den richtigen Stellen gelöst werden. Denn mit jedem Muskel, der schmerzt, stimmt etwas nicht. Die Blackroll hilft dabei ungemein, verursachte aber auch bei den meisten Teilnehmern große Schmerzen. Das Resultat allerdings konnte sich sehen lassen. Schon nach einigen kleinen Übungen konnte fast allen Teilnehmer eine größere Beweglichkeit attestiert werden, die sich dadurch zeigte, dass sie bei gestreckten Beinen die Hände leichter auf den Boden (oder zumindest näher Richtung Boden) bekamen.
Der richtige Laufstil wurde vermittelt durch Bastian Franz. Ziel dieser Übungen sollte sein, dass kraftschonender gelaufen wird. Dadurch spart man Energie und hält länger durch. Bei dem avisierten Ziel, das das Laufteam hat, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Viele der Läufer haben ja noch keine große Lauferfahrung, zumindest im Bereich eines Halb-Marathons.
Die Aushändigung der Trainingspläne wurde wieder durch Tobias Stumpf vorgenommen. Er hat auch, anhand der EKG-Untersuchung aus der vergangenen Woche, die Pläne für jeden einzelnen Läufer erstellt. Läufe wechseln mit aktiver Erholung ab. Es gibt eigentlich keinen Tag in den nächsten Monaten, an dem in irgendeiner Weise keine Vorbereitung auf den Stuttgart-Lauf stattfindet.
Zu guter Letzt gab es Tipps von Axel Stahl bezüglich eines optimalen Laufschuhs. Ein gut sitzender Schuh, der zudem das Laufen stabilisiert, ist enorm wichtig. Zunächst jedoch müssten Fehlstellungen korrigiert werden. Bei einer durch Axel angebotenen Schuhanalyse in seinem Shop könne bereits der ideale Schuh gefunden werden. In manchen Fällen jedoch muss zuvor ein Orthopäde herangezogen werden. Durch einen Spiegeltisch und eine Laufbandanalyse können Fehlstellung rasch erkannt werden. Da sind dann eventuell Einlagen fällig, bevor die Schuhanalyse vervollständigt werden kann.
Fazit: Ein sehr gelungener Vormittag mit interessanten Informationen. Man kann den Organisatoren des KRZ-Laufteams 2013 nur gratulieren, wie professionell sie die Läufer auf Stuttgart dieses Jahr wieder vorbereiten. Hoffen wir, dass alle “Finisher” werden.