Kinderfasching für Fascho-Kinder
Von Eddie Langner
Vater werden ist bekanntlich nicht schwer – „Input, Output“, wie der ITler sagt. Vatersein ist dagegen ein ganz anderes Kaliber. Kaum
hat man den braunen Gürtel im Windelwechseln, wartet schon die nächste Herausforderung. Zum Beispiel: Welches ist das richtige Faschingskostüm für meinen Sohn?
Die Frage drängt sich irgendwie auf, wenn man derzeit im Kaufhaus nach einer Verkleidung für Kinderfasching sucht. Dort sieht die Kostümabteilung heutzutage aus wie eine Art Waffen- und Ausrüstungskammer für eine Kindersoldaten-Spezialeinheit. Ist schon klar – die meisten Papis sind als Kind natürlich selbst als Cowboy, Indianer oder Pirat zur Fasnet gegangen und haben mit ihren Plastikpistolen und Kautschuk-Säbeln wilde „Bonanza“-Schießereien oder Fechtkämpfe aus „Herr der sieben Meere“ nachgespielt. Aber jetzt, da die Hosenpupser von dereinst selber Nachwuchs haben, löst so eine Knarre in Sohnemanns Händen beim einen oder anderen doch eher ein ungutes Gefühl aus.
Das richtige Jungen-Kostüm zu finden, gerät da zu einer schier unlösbaren Aufgabe. Cowboy- und Indianerklamotten gibt?s zwar immer noch, allerdings hängen die mittlerweile ziemlich abseits in der Retro-Ecke und setzen Staub an. Wer seinen Nachwuchs unbewaffnet und moralisch unbedenklich kostümiert zum Kinderfasching schicken will, kann eigentlich nur aufs Modell „Feuerwehrmann“ und – mit Einschränkungen – auf die Polizeiuniform zurückgreifen. Schließlich gehört da ja auch eine Pistole dazu – von den Handschellen und ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten jenseits der Verbrechensbekämpfung mal ganz zu schweigen. (mehr…)
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ohne Sixpack am Bauch nicht unters Volk trauen, genießt der Biertrinker den Sommer lieber gleich in vollen Zügen aus seinem Sixpack, das er bequem in der Kühltasche bei sich trägt. Dass sein eigener Bauch dabei mit jedem weiteren Bier an öffentlicher Repräsentierfähigkeit auf der Freilichtbühne der Eitelkeit verliert ist ihm dabei ziemlich schnurz. Nicht umsonst lautet sein Motto: “Biertrinken macht gleichgültig? Mir doch egal!”